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Äußere oder innere Offenbarung

Eine qualitative Untersuchung zur Wahl der Erziehungsziele kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Armin Wunderli

Viele Kirchgemeinden bemühen sich um ein reichhaltiges Programm für Kinder. Dabei verfolgen sie bestimmte Ziele. Um diese herauszufinden, wurden im Rahmen dieser Arbeit Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus katholischen, evangelischen und freikirchlichen Gemeinden befragt. Es zeigte sich, dass es in allen drei Religionsgemeinschaften wichtig ist, die nächste Generation für die Gemeinde zu gewinnen. Es kamen aber auch unterschiedliche Denkweisen zum Ausdruck, zum Beispiel, welche Voraussetzungen ein Kind erfüllen muss, um als Christ gelten zu dürfen. Bei der Wahl ihrer Erziehungsziele orientieren sich die Mitarbeitenden kaum an den Erwartungen, die an sie herangetragen werden. Viel wichtiger ist ihnen ihre eigene Biografie: Was sie selbst erlebt – oder nicht erlebt – haben, möchten sie den Kindern weitergeben.
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3. Ziele: Begriffsklärungen und Forschungsmethoden aus der Erziehungswissenschaft

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3.  Ziele: Begriffsklärungen und Forschungsmethoden aus der Erziehungswissenschaft

3.1  Begriffsklärung

3.1.1  Alternativen zum Begriff „Kompetenzen“

Es gibt mehrere Begriffe, mit denen man die Ziele der Arbeit mit Kindern bezeichnet, was Gabriele Obst veranlasst, von einem „Wirrwarr der Begriffe“ zu schreiben.1 Nach dem PISA-Schock im Jahr 2003 wurde in Deutschland vermehrt danach gefragt, was die Kinder nach mehreren Jahren Unterricht können sollen,2 und seither werden die Lehrpläne in allen Fächern auf die Kompetenzen hin ausgerichtet, die die Schüler erwerben sollen. In der Religionspädagogik hat das eine Debatte ausgelöst, ob das auch in diesem Fachbereich möglich oder sinnvoll sei. Der Konsens geht nun in diese Richtung, dass gar keine andere Wahl bleibt, wenn man mit den anderen Schulfächern im Dialog bleiben will. Obst versucht aufzuzeigen, dass die Orientierung an den Kompetenzen für den Religionsunterricht nicht notwendigerweise einen Verlust bedeuten muss und definiert die Begriffe folgendermaßen:

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