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Transgressionen im Spiegel der Übersetzung

Festschrift zum 70. Geburtstag von Prof. Maria Krysztofiak-Kaszyńska

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Edited By Beate Sommerfeld, Karolina Kęsicka, Małgorzata Korycińska-Wegner and Anna Fimiak-Chwiłkowska

Die Beiträge des Bandes nähern sich dem Phänomen der Transgression im Kontext translatologischer Fragestellungen. Transgressionen werden dabei in mehrfacher Weise konzeptualisiert: als Transzendieren von Kultur- und Wissensgrenzen und Neuverhandlung kultureller Räume, als Ausreizen ästhetischer Normen, Überschreiten von Identitäten, aber auch als Grenzgänge zwischen den Gattungen und Medien. Transgressive Dimensionen werden in der Übersetzung von Dramen (Čechov, Witkacy, Corneille), Lyrik (Leśmian, Różewicz, Mayröcker) sowie in Prosatexten (Twardoch, Wagner) aufgedeckt. Medialen Grenzüberschreitungen wird in Werbetexten und in der Audiodeskription von Filmen und Gemälden nachgegangen.
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Ewa Makarczyk-Schuster, Karlheinz Schuster - Persönlichkeitserweiterung und Identitätsverlust. Namenskundgabe und -übersetzung in Witkacys Bühnenwelt

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Ewa Makarczyk-Schuster, Karlheinz Schuster, Mainz

Persönlichkeitserweiterung und Identitätsverlust. Namenskundgabe und -übersetzung in Witkacys Bühnenwelt

Namen sind nicht immer nur ‚Schall und Rauch‘. Namen, nicht alle natürlich, aber manche, eher die Vor- als die Nachnamen, lassen Rückschlüsse auf das soziale und das geistige Niveau des Elternhauses zu, auf die regionale Herkunft, auf das Alter (bei Modenamen), auf verehrte Vorbilder der Eltern im politischen oder künstlerischen Bereich, auf die religiöse Ausrichtung, darauf, wie man sich selber sieht oder man gesehen werden möchte, ob man sich (und den Nachwuchs) für unvergleichlich hält oder nur für einen unter vielen; im Nachnamen spiegelt sich gegebenenfalls die Angehörigkeit zum Adel, ein damit möglicherweise besonders ausgeprägtes Gefühl für Herkunft und Stellung – vielleicht in wichtigtuerischer, prahlerischer, vielleicht in zurückhaltend-selbstverständlicher Weise. Die Wahl von Doppelnamen kann Rückschlüsse auf bestimmte intellektuelle Ausrichtungen zulassen… Und so fort. Dies alles muss nicht der Fall sein; in den meisten Fällen sind die Namen ohnehin eher unauffällig. Aber zum Beispiel schon einen witzig klingenden Nachnamen zu haben wird sich im Leben auswirken; man kann sich vorstellen, dass der oder die Betreffende in seinem/ihrem Leben hunderte-, tausende von Male beim Vorstellen auf eine gewisse Erheiterung bei der Gegenseite gestoßen ist oder er die unterdrückte Erheiterung spürt; er wird auf diese Besonderheit einen gewissen Stolz haben – oder sich ihrer schämen.

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