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Transgressionen im Spiegel der Übersetzung

Festschrift zum 70. Geburtstag von Prof. Maria Krysztofiak-Kaszyńska

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Edited By Beate Sommerfeld, Karolina Kęsicka, Małgorzata Korycińska-Wegner and Anna Fimiak-Chwiłkowska

Die Beiträge des Bandes nähern sich dem Phänomen der Transgression im Kontext translatologischer Fragestellungen. Transgressionen werden dabei in mehrfacher Weise konzeptualisiert: als Transzendieren von Kultur- und Wissensgrenzen und Neuverhandlung kultureller Räume, als Ausreizen ästhetischer Normen, Überschreiten von Identitäten, aber auch als Grenzgänge zwischen den Gattungen und Medien. Transgressive Dimensionen werden in der Übersetzung von Dramen (Čechov, Witkacy, Corneille), Lyrik (Leśmian, Różewicz, Mayröcker) sowie in Prosatexten (Twardoch, Wagner) aufgedeckt. Medialen Grenzüberschreitungen wird in Werbetexten und in der Audiodeskription von Filmen und Gemälden nachgegangen.
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Czesława Schatte - Zu ausgewählten Problemen der Übersetzung von Texten der Anzeigenwerbung

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Czesława Schatte, Poznań

Zu ausgewählten Problemen der Übersetzung von Texten der Anzeigenwerbung

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Die Übersetzungsforschung kann auf eine zeitlich gesehen relativ kurze Geschichte voll verschieden profilierter Theorien zurückblicken, in der die separaten literarischen, sprachwissenschaftlichen, fachsprachlichen Betrachtungsweisen mit der Zeit den integrativen und ganzheitlichen weichen, in denen interdisziplinär unter Zuhilfenahme von „Ansätzen der Philosophie, Hermeneutik, Ästhetik, Kultur und Kultursoziologie“ (Krysztofiak 2013, 13) verfahren wird. Gravierende Veränderungen in den übersetzungstheoretischen Überlegungen bringt mit sich die sog. pragmatische Wende, die den Text als eine situationsgebundene komplexe Handlung betrachtet. Um diese in einer anderen Sprache wiederzugeben, müssen zuerst die primären wie sekundären (oft verdeckten) Funktionen des Originaltextes und die sprachlichen (und nichtsprachlichen) Mittel, mit denen sie realisiert sind, erkannt und anschließend mit entsprechenden Mitteln der Zielsprache im Translat situationsadäquat wiedergegeben werden. Somit wird die Übersetzung zu einem „äußerst dynamisch verlaufende(n) Kommunikationsprozess, dessen Wesen in der Wahl des Systems besteht“ und dessen Untersuchung die Einbeziehung der „Relationen zwischen dem Text, der Wirklichkeit, der Sprache und der Gesellschaft“ sowie der „gesellschaftliche(n) Rolle des Übersetzers“ (ebd., 33) erfordert.

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