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Transgressionen im Spiegel der Übersetzung

Festschrift zum 70. Geburtstag von Prof. Maria Krysztofiak-Kaszyńska

Series:

Beate Sommerfeld, Karolina Kęsicka, Małgorzata Korycińska-Wegner and Anna Fimiak-Chwiłkowska

Die Beiträge des Bandes nähern sich dem Phänomen der Transgression im Kontext translatologischer Fragestellungen. Transgressionen werden dabei in mehrfacher Weise konzeptualisiert: als Transzendieren von Kultur- und Wissensgrenzen und Neuverhandlung kultureller Räume, als Ausreizen ästhetischer Normen, Überschreiten von Identitäten, aber auch als Grenzgänge zwischen den Gattungen und Medien. Transgressive Dimensionen werden in der Übersetzung von Dramen (Čechov, Witkacy, Corneille), Lyrik (Leśmian, Różewicz, Mayröcker) sowie in Prosatexten (Twardoch, Wagner) aufgedeckt. Medialen Grenzüberschreitungen wird in Werbetexten und in der Audiodeskription von Filmen und Gemälden nachgegangen.
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Transgressionen und Übersetzung - Vorwort der Herausgeberinnen

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Mit dieser Festschrift zum 70. Geburtstag von Frau Prof. Maria Krysztofiak-Kaszyńska möchten die Herausgeberinnen das Werk der Posener Übersetzungswissenschaftlerin würdigen, die sich in ihren Texten und wissenschaftlichen Aktivitäten ganz dem Überschreiten von Grenzen verschrieben hat. Durch ihr wissenschaftliches Engagement, ihre editorische und translatorische Tätigkeit und nicht zuletzt als Pädagogin sicherte sich Prof. Krysztofiak-Kaszyńska weit über die Grenzen Polens hinaus Anerkennung in den Fachkreisen der Germanistik, Skandinavistik, Komparatistik und Translationswissenschaft.

Der thematische Schwerpunkt der Festschrift knüpft an die Forschungen von Prof. Krysztofiak-Kaszyńska an und soll die in ihren Schriften initiierten Grenzüberschreitungen fortführen. Initialzündung des vorliegenden Bandes war die von der Posener Translatologin ausgehende Anregung, „Kultur und Übersetzung als Transgressionen wahrzunehmen“ (Krysztofiak 2013, 37). Transgressionen werden dabei in vielfältiger Weise konzeptualisiert: In die Übersetzung gehen sie als Überschreitungen sprachlicher, kultureller Grenzen und Neuverhandlung kultureller Räume ein1, aber auch als Ausreizen ästhetischer Normen, Transzendieren von Identitäten, Gattungsgrenzen und Textebenen. Nicht zuletzt werden im vorliegenden Band in Anlehnung an Prof. Krysztofiaks breit angelegte Forschungen Transgressionen im Sinne von Interdisziplinarität ins Spiel gebracht. Gerade in ihren jüngeren Texten plädiert die Forscherin für eine fachübergreifende literarische Übersetzungsforschung als integrative Herangehensweise, die Ansätze von Philosophie, Hermeneutik, Ästhetik und Kultursoziologie miteinander vermittelt (vgl. Krysztofiak 2013, 13). Die im Band versammelten Texte decken so nicht nur ein breites Themenspektrum ab und versuchen die transgressive Dimension von Literatur und Übersetzung auf eine jeweils unterschiedliche Weise...

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