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Transnationale Mobilität in der beruflichen Erstausbildung

Beeinflussende Faktoren in der Phase der Berufsorientierung für eine grenzüberschreitende Mobilität im Bodenseeraum

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Gregor Thurnherr

Gregor Thurnherr untersucht beeinflussende Faktoren bei Jugendlichen in der Berufsorientierung im Hinblick auf eine duale Berufsausbildung im Nachbarland. Dazu stellt er ein Grundlagenmodell zu Berufsorientierung und Mobilität vor. Die Datenerhebungen fanden in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz bei Jugendlichen, Lehrpersonen, Schulen und Betrieben statt. Der Autor zeigt, dass am Berufsorientierungsprozess beteiligte Akteure über Ausbildungsmöglichkeiten im benachbarten Ausland kaum informiert sind. Berufliche Ausbildungen im Nachbarland verlangen von den Jugendlichen persönliche Reife und die Bereitschaft, sich auf eine unbekannte Umgebung einzulassen. Ungewisse Erwartungen von Betrieben und Berufsschulen sowie die Distanz von Bezugspersonen hemmen die Jugendlichen.
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1. Einleitung

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1.   Einleitung

Die Mobilität zu Lernzwecken – d.h. ein Auslandaufenthalt mit dem Ziel, neue Fähigkeiten und Kompetenzen zu erwerben – ist eine der grundlegenden Möglichkeiten, mit denen Einzelpersonen und insbesondere junge Menschen ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigern und ihre persönliche Entwicklung voranbringen können.

Mit diesem Satz wird das Grünbuch der Kommission der Europäischen Gemeinschaften (2009, S. 2) mit dem Titel Die Mobilität junger Menschen zu Lernzwecken fördern eingeleitet. Das Grünbuch soll eine Debatte mit den Stakeholdern im Bereich Mobilität zu Lernzwecken und einer breiten Öffentlichkeit einleiten. Damit soll deren Meinung zur Frage eingeholt werden, wie die Chancen junger Menschen auf eine Mobilitätserfahrung am besten nachhaltig gesteigert werden können (ebd., S. 4). Der Mobilität zu Lernzwecken werden von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften (2009, S. 3) noch weitere positive Eigenschaften zugesprochen. Die Teilnehmenden an Mobilitätsaktivitäten erhalten demnach Zugang zu neuem Wissen, können ihre Sprachkenntnisse erweitern und interkulturelle Kompetenzen erlangen. Zudem kann Mobilität aus Sicht der Kommission dazu beitragen, das Risiko von Isolationismus, Protektionismus und Fremdenfeindlichkeit zu bekämpfen, das in wirtschaftlichen Krisenzeiten entsteht. Bei jungen Menschen kann durch Mobilität ein tieferes Verständnis für die europäische Identität und den europäischen Bürgersinn gefördert werden. Ferner erhöht Mobilität zu Lernzwecken die Verbreitung von Wissen, welches der Schlüssel zu Europas wissensgestützter Zukunft ist. Sie darf demnach nicht die Ausnahme sein, wie...

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