Show Less
Restricted access

Wissen und Normen – Facetten professioneller Kompetenz von Deutschlehrkräften

Series:

Holger Zimmermann and Ann Peyer

DeutschlehrerInnen sind mit einer Fülle an Normen konfrontiert: Standards, Lehrpläne, Forderungen von Politik, Eltern und Öffentlichkeit. Der Band analysiert, wie eigene oder externe Normvorstellungen ihr Wissen, ihre Überzeugungen und ihr Handeln beeinflussen. Thema der Beiträge, die auf empirischen Arbeiten aus den Bereichen der Lese-, Sprach- und Literaturdidaktik basieren, sind Normen und Normenkonflikte als Anteil von verschiedenen Facetten des professionellen Wissens. Sie behandeln beispielsweise die Diagnosefähigkeit im Bereich des Lesens, Normvorstellungen über das Schreiben oder Fachwissen im Bereich der Orthographie. Der Band vertieft so die Diskussion über fachlich geprägte professionelle Kompetenz im Sinne einer Fachdidaktik als «eingreifende Kulturwissenschaft».
Show Summary Details
Restricted access

LehrerInnen lernen schreiben. Ergebnisse des Weiterbildungsprogramms „Literarisches Schreiben im Deutschunterricht“

Extract



Abstract: This specific in-service course enables teachers to become productive participants in the world of literature. Writing and discussing one’s own texts provides grounds for analyzing normative demands (for literature as well as for analyzing texts in schools) and thus improving professional skills.

1   Germanistikstudium, Deutschunterricht und kulturelle Praxis Literatur in der Gegenwart

Angesichts der mit der Hochschulreform einhergehenden Verdichtung und Taktung hochschulischen Lernens einerseits und der Kompetenzorientierung im gesamten Bildungswesen andererseits stehen seit mehr als einem Jahrzehnt traditionelle Inhalte und Methoden der Germanistik als Disziplin wieder verstärkt auf dem Prüfstand: Die Frage, was professionelle Kompetenz bei (angehenden) Deutschlehrer/-innen ist, und wie man sie ausbilden kann, zwingt dazu, die angestammte Fachlichkeit germanistischer Studieninhalte zu überdenken. Gerade wer einen deutlichen Fachbezug erhalten möchte, muss den Zusammenhang fachlicher Inhalte und Verfahren mit den von einer Deutschlehrkraft benötigten Lehr- und Diagnosekompetenzen zeigen. Angesichts der ernüchternden Resultate von Kompetenztests mit Studierenden, die etwa in den „Mittei­lungen des Deutschen Germanistenverbandes“ (MdG) 2012, H. 1 unter diesem Vorzeichen diskutiert werden, ist zu fragen, wie germanistisches Wissen und Können im 21. Jahrhundert grundsätzlich bestimmt werden kann; es geht dabei nicht zuletzt um das „wissenschaftliche Selbstverständnis von Germanistik“1.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.