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Versorgungsbedarf, Angebot und Inanspruchnahme ambulanter hausärztlicher Leistungen im kleinräumigen regionalen Vergleich

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Anke Schliwen

Die Sicherstellung einer flächendeckenden, wohnortnahen und bedarfsgerechten Versorgung ist ein zentrales Anliegen der deutschen Gesundheitspolitik. Anke Schliwen untersucht den regionalen Zusammenhang von Versorgungsbedarf, Angebot und Inanspruchnahme hausärztlicher Leistungen. Dabei wird der Versorgungsbedarf anhand eines multifaktoriellen Index auf der kleinräumigen Ebene der Mittelbereiche operationalisiert. Eine Clusteranalyse ermöglicht die Identifikation von Regionstypen, deren Eigenschaften Ansatzpunkte für eine Neuordnung der Ressourcenallokation bieten können. Mit ihrem Buch unterstreicht die Autorin die Notwendigkeit, innerhalb zentraler Rahmenbedingungen den Einsatz regionaler Planungs- und Steuerungsinstrumente zur Verteilung von ärztlichen Kapazitäten zu ermöglichen.
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9 Limitationen und Fazit

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9.1 Limitationen und weiterer Forschungsbedarf

Wie jede wissenschaftliche Arbeit geht auch diese mit Limitationen einher. Soweit die Limitationen die empirische Umsetzung der Versorgungsindikatoren Bedarf, Angebot oder Inanspruchnahme hausärztlicher Versorgung auf kleinräumiger Ebene betreffen, wurden sie in den einzelnen Kapiteln im Rahmen der Abgrenzung der verfügbaren Datengrundlagen behandelt. Dazu gehört zum Beispiel die fehlende Möglichkeit das Leistungsspektrum und die Versorgungsintensität der Hausarztkapazitäten im Status Quo jenseits der Betrachtung der Zulassungsgewichte in die Analyse einzubeziehen (Kapitel 4.2.1). Ebenso konnten die Versorgungskapazitäten der arztentlastenden Gesundheitsberufe oder der ambulanten Versorgung im Krankenhaus auf der kleinräumigen Ebene der Mittelbereiche aufgrund fehlender Datengrundlagen nicht berücksichtigt werden (vgl. Exkurs S. 91).

Auch ist die fehlende Differenzierung der ärztlichen Inanspruchnahme auf kleinräumiger Ebene zu bemängeln (Kapitel 5.2.1). Die hier zur Verfügung stehende Fallzahl nach Behandlungsort sollte zur externen Validierung mit Abrechnungsdaten der Krankenkassen nach Wohnort der Versicherten abgeglichen werden. Mit Kassendaten könnte zudem die regionale Inanspruchnahme im Rahmen von Selektivverträgen berücksichtigt werden. Regionale Verzerrungen der Inanspruchnahme aufgrund der Nichtberücksichtigung selektivvertraglicher Versorgung werden aufgrund der Auswahl der Mittelbereiche in der betrachteten Stichprobe als begrenzt bewertet (Kapitel 5.3), können in dieser Arbeit aber nicht ausgeschlossen werden. Die Verwendung von Kassendaten zu abgerechneten Versichertenpauschalen würde zudem der genaueren Abgrenzung der hausärztlichen Inanspruchnahme je Arzt im Rahmen der Regelversorgung dienen.

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