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Explikationen bildungspolitischer Konzepte in politischen Programmen

Analysen zum Verhältnis von Bildungspolitik und Bildungsforschung

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Adiba Salloum

Die Autorin untersucht mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse Begründungsstrukturen bildungspolitischer Entscheidungen in den Wahlprogrammen zur Bundestagswahl 2013. In diesem speziellen Persuasionsprozess sind Bürger die Empfänger, politische Akteure die Sender und Wahlprogramme das Medium. Die Texte der Wahlprogramme würden eine erhöhte Rationalität erlangen, wenn sie auf Befunde empirischer Bildungsforschung referenzierten. Die Autorin erläutert die Frage nach der Rationalität bildungspolitischer Entscheidungen und nimmt eine Überprüfung der Transparenz von Argumentationslinien vor. Dabei ermöglicht die Analyse struktureller und inhaltlicher Kriterien die Untersuchung der kommunikativen Texte auf ihre Textfunktionen sowie eine Analyse der Dimensionen von Legitimationsideen.
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6. Auswertung der Exploration

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6.  Auswertung der Exploration

„Damit die Wählerinnen und Wähler eine begründete Wahlentscheidung treffen können, sollten Parteien ihre Positionen zur Bundespolitik klar darstellen. Die Bundestagswahlprogramme sind dabei ein Mittel, um die eigene Position darzulegen“ (Universität Hohenheim in Kooperation mit CommunicationLab Ulm, 2013, S. 3).

Zu Beginn der Auswertung ist es sinnvoll, nochmal das Ziel der Forschung zu resümieren. Es werden Legitimationsmodi seitens der politischen Akteure in Wahlprogrammen zu unterschiedlichen bildungspolitischen Entscheidungen herausgearbeitet. Daher ist es notwendig, nach den theoretischen Bestandteilen der Arbeit nun eine Anwendung auf das konkrete Forschungsdesiderat zu schaffen. Damit es den Bürgern möglich ist, die Wahlprogramme nachzuvollziehen, sollten die darin befindlichen Informationen transparent bzw. verständlich abgebildet sein. Der Verständlichkeit von Texten widmet sich dabei eine Vielzahl von Studien in unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen. Es gibt Indizes108, Kategorien (vgl. (Wolf, et al., 2008)) oder Modelle (vgl. (Schulz von Thun, 2004, S. 140ff.)), anhand derer gemessen werden kann, wie verständlich bzw. lesbar ein Dokument für verschiedene Zielgruppen ist. Da es in der vorliegenden Exploration primär um die Analyse dargelegter Begründungsstrukturen geht, wobei diese von strukturellen Eigenschaften der Wahlprogramme beeinflusst werden, wird vor der qualitativen Inhaltsanalyse eine Beschreibung der formalen Kriterien vorgenommen.

6.1  Strukturelle Analyse

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