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La Pureté du Dogme et de la Morale

Lettres de Rome über die theologischen Kontroversen in der Epoche Clemens XIV. und des Kardinals Mario Marefoschi (1760 bis 1780)

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Christoph Weber

In der Epoche zwischen Aufklärung und Revolution kam es in Rom zum letzten Kampf zwischen den traditionellen und modernen Schulen der Theologie; ein Kampf, der mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 nur vorläufig endete. Der Autor stellt der Öffentlichkeit zahlreiche neue Quellen samt Kommentierung aus den Jahren 1760 bis 1780 zur Verfügung. Das Material – Zeitungsartikel und diplomatische Texte – ermöglicht neue Perspektiven auf Fragen etwa nach der Legitimität des Jesuitenordens, der Berechtigung des Begriffes «Jansenismus» oder den Folgen von Molinismus und Probabilismus.
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Einleitung

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1. Zuordnung zu vorigen Editionen

Diese Quellensammlung schließt sich an die beiden vorigen Editionen des Herausgebers an,1 die neues, d.h. altes und vergessenes, unzugängliches oder verdrängtes Material zur Epoche Clemens XIV. (1705-1759-1769-1774) und des Kardinals Mario Marefoschi (1714-1770-1780) und des Vorgängers und Nachfolgers des Papstes vorgelegt hat. Diese beiden ersten Bände enthalten auch die Erläuterung der Materialien, die dem Editor zur Verfügung standen. Deshalb werden die dortigen Ausführungen hier nicht mehr im Detail ausgebreitet. Jedoch ist dieser dritte Band auch alleine benützbar, insbesondere, als er auch gänzlich neue Inhalte bietet, nämlich Debatten theologischer Art, die in ihrer Art lange nicht mehr beachtet wurden, insbesondere nicht in ihrer gegenseitigen Verknüpfung. Als Zeitraum wurde jene Epoche festgelegt, in der Ganganelli und Marefoschi an der Kirchenregierung beteiligt waren, also die zwei Jahrzehnte von 1760 bis 1780. Die Zeit davor war noch von den Persönlichkeiten der Epoche Benedikts XIV. geprägt, mit 1780 beginnt die Zeit des Bischofs von Pistoia und Prato, Scipione de Ricci, und seiner Gegner.

2. Hauptthemen

Neben vielen anderen Themen, teils diplomatisch-kirchenpolitischer Natur (die nur als „Hintergrundrauschen“ des Zeitgeistes unverzichtbar sind) werden hier die Fragen nach der Legitimität des Jesuitenordens, der Berechtigung des Begriffes „Jansenismus“,2 den vermeintlich verheerenden Folgen von Molinismus und Probabilismus oder alternativ von Augustinismus und Rigorismus anhand von Zeitungsartikeln und einer diplomatischen Quelle behandelt. Diese Themen, seit den ersten Jahrzehnten nach dem Konzil...

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