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Die Heiratspolitik der Welfen von 1235 bis zum Ausgang des Mittelalters

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Frederieke M. Schnack

Ehe- und Familienpolitik – für Dynastien des mittelalterlichen Hochadels war dies ein wichtiges Aktionsfeld mit Einfluss auf den Fortbestand der Familien sowie den Rang und die politischen Handlungsoptionen. Vor diesem Hintergrund analysiert die Autorin die Heiratspolitik der Welfen im Spätmittelalter. Sie untersucht für die verschiedenen Linien der Dynastie, welche Ausrichtung der Heiratsverbindungen erkennbar ist und unter welchen politischen Gesichtspunkten die Ehen geschlossen wurden. Dies ermöglicht detaillierte Erkenntnisse zu den Handlungsspielräumen der welfischen Dynastie sowie zu ihrer Stellung im Reichsfürstenstand.
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Vorwort des Herausgebers

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Frederieke Maria Schnack, seit April 2015 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Kieler Abteilung für Regionalgeschichte, behandelt in ihrer rund 210 Seiten starken und um einen Materialanhang wertvoll ergänzten Arbeit die bislang unerforschte Heiratspolitik der welfischen Herzogslinien von 1235 bis zum Ausgang des Mittelalters. Für die mittelalterlichen Welfenfürsten lag eine solche umfassende und in sich schlüssige Untersuchung zum Konnubium und zur Heiratspolitik bisher nicht vor. Das von der Verfasserin gewählte Untersuchungsobjekt ist somit fast gänzlich wissenschaftliches Neuland gewesen. Frau Schnack dockt damit zugleich nicht nur an aktuelle und ganz zentrale Forschungsschwerpunkte der Kieler Abteilung für Regionalgeschichte sinnvoll und befruchtend an,1 sondern sie bewegt sich auch eingebettet in einem derzeit überaus regen übergeordneten Forschungskontext und -diskurs2 – und dies mit einer beachtlichen professionellen Sicherheit, die als wissenschaftliches Erstlingswerk Respekt verdient. Frau Schnacks Annäherung an das Thema erfolgt in innovativer Art und Weise; sie geht in ihren Untersuchungsschritten eigenständig vor, liefert eine insgesamt wirklich vorbildliche Recherchearbeit ab, wobei sich Frau Schnack sogar der für Masterarbeiten im Prinzip nicht selbstverständlichen Sucharbeit in verschiedenen Archiven, etwa in Düsseldorf und Hannover, unterzog, was per se schon ein besonderes Kennzeichen bedeutet und die Arbeit angesichts der damit verbundenen Notwendigkeit zur Überwindung paläographischer Hürden aus der großen Masse geschichtswissenschaftlicher Abschlussarbeiten heraushebt. Nicht von ungefähr wurde das Ergebnis 2016 mit dem Preis des Collegium Philosophicum der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel für herausragende Abschlussarbeiten gewürdigt. Die Qualität und Relevanz...

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