Show Less
Restricted access

Altersdiskriminierung im Versicherungsprivatrecht?

Über die Berücksichtigung des Alters als Risikomerkmal in der Privatversicherung

Series:

Joachim Frhr. von Wrangel

Die Entscheidung des EuGH zu den Unisex-Tarifen im Versicherungsprivatrecht im März 2011 hat für viel Aufsehen gesorgt. Das Buch behandelt unter dem Blickwinkel des EuGH-Urteils das Risiko- und Diskriminierungsmerkmal «Alter» im deutschen Recht. Dabei spielen die europäischen Diskriminierungsrichtlinien und deren deutsche Umsetzung in § 20 AGG eine zentrale Rolle. Der Autor stellt die Frage, ob die derzeitige Fassung von § 20 Abs. 2 Satz 2 AGG mit europäischem Recht vereinbar ist. Er untersucht, ob mit einem dem Unisex-Urteil ähnlichen Urteil des EuGH hinsichtlich des Merkmals «Alter» zu rechnen und damit der Weg für Uniage-Tarife vorprogrammiert ist. Hierbei betrachtet er verschiedene Privatversicherungen und kommt zu einem innovativen Ergebnis.
Show Summary Details
Restricted access

§ 3 Rechtsphilosophische Grundlagen des Diskriminierungsrechts

Extract



A. Der Begriff der Diskriminierung

Beschäftigt man sich aus rechtsphilosophischer Sicht mit dem Begriff Diskriminierung, so stellt man alsbald fest, dass in der Rechtsphilosophie dieser Begriff so gut wie nicht existent ist. Selbst neuere Schriften und Lehrbücher verwenden den Begriff nicht oder nur am Rande.144 Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich die Philosophen aus früherer Zeit Diskriminierungen nicht bewusst waren oder gar, dass es früher keinerlei Diskriminierungen gab. Vielmehr liegt es vordergründig an der Tatsache, dass das Wort Diskriminierung, wie wir es in heutiger Zeit verstehen, zu früheren Zeiten nicht verwendet wurde.

I. Semantischer Ursprung des Begriffs

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.