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Interkulturelles Labor

Luxemburg im Spannungsfeld von Integration und Diversifikation

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Eva Wiegmann

Mobilität und Migration rücken Interkulturalität in den Fokus öffentlicher und wissenschaftlicher Aufmerksamkeit. Der Band geht der Frage nach, inwiefern das Land Luxemburg aufgrund seiner kulturellen, sozialen und sprachlichen Besonderheiten ein Labor für interkulturelle Herausforderungen und Entwicklungen, speziell auf europäischer Ebene, allgemeiner auch für gesellschaftliche Prozesse im Spannungsfeld von Integration und Diversifikation ist. Dabei beschränkt sich das Buch nicht auf die nationale Perspektive, sondern sucht darüber hinaus der Vielschichtigkeit interkultureller Prozesse unter Berücksichtigung unterschiedlicher fachwissenschaftlicher Perspektiven sowie methodischer und theoretischer Zugriffe Rechnung zu tragen.
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Satirische Verortung Luxemburgs in Europa und der Welt: Guy Rewenigs Glossen über ein „unwiderstehliches Land“

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Satirical texts take an analytical view most of all at the interior, thus dissecting the structures and mentalities of a country. In so far it is worth the effort to have a look at the satirical introspection of the Grand Duchy of Luxembourg, in order of pursuing the question of Luxembourg as an intercultural laboratory. This contribution focusses on the satirical commentaries by Guy Rewenig which provide an ironical-critical view at this author’s home country and, in both the European and the global context, put both official and unofficial self-images into question.

Das Kollektivsymbol von Luxemburg als ‚interkulturellem Labor‘ oder ‚Reagenzglas Europas‘, manifestiert sich – wenn man den Ausführung von Irmgard Honnef-Becker und Peter Kühn folgt – in der Literatur des Landes, deren „[w]ichtigstes Merkmal […] ihre Inter- und Multikulturalität“ sei.1 Sie erklären, dass „[d]ie literarische Kommunikation im polyglotten Mikrokosmos ‚Luxemburg‘ […] durchaus als Modell für Literatur in einer zunehmend sich öffnenden und nomadisierenden Welt angesehen werden“ könne.2 Ohne Zweifel sind Reflexionen über das ‚Eigene‘ und das ‚Fremde‘ in der luxemburgischen Literatur, die gewissermaßen „an der Schnittstelle verschiedener Kulturen und Literaturen angesiedelt ist“3 relativ häufig anzutreffen. Somit scheint zunächst eine ungebrochene Wechselbeziehung zwischen einem Selbstverständnis der ‚Luxemburger‘ als kulturelle Grenzgänger sowie „Vermittler[ ] zwischen den Kulturen“4 und einer ebenfalls von kulturellen und sprachlichen Grenzüberschreitungen geprägten literarischen Landschaft zu bestehen. Das vermehrte Nachdenken über interkulturelle Fragestellungen, das sich aus der besonderen kultur- und sprachensoziologischen Situation...

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