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Türkei und Deutschland in Europa

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Erhan Temel

Im Zuge ihrer Modernisierung nahm sich die Türkei das europäische und insbesondere das deutsche Recht zum Vorbild. Heute bildet die Türkei mit ihrer wachsenden Wirtschaft und der hohen Anzahl in Deutschland lebender Türken einen wichtigen Handelspartner. Diese erweiterten Handelsbeziehungen machen es notwendig, die jeweiligen Rechtssysteme vergleichend zu beleuchten. Die Forschungsstelle für Türkisches Recht hat im Mai 2013 die Tagung Die Türkei und Deutschland in Europa veranstaltet. Dieser Band vereint die Arbeiten von 14 Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Fachgebieten. Diskutiert werden aktuelle Rechtsprobleme, die vom deutsch-türkischen bis zum Europäischen Recht reichen.
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Schadensersatzansprüche bei unerwünschter Geburt eines behinderten Kindes nach dem türkischen Recht

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A.  Einführung

Wissenschaftliche und technische Entwicklungen in der Pränatalmedizin ermöglichen heute Krankheiten und Behinderungen beim heranwachsenden Kind vorgeburtlich festzustellen, beziehungsweise eine diesbezügliche individuelle Wahrscheinlichkeit zu errechnen. Da eine Behandlung im Mutterleib nur in wenigen Fällen möglich ist, bedient man sich der Pränataldiagnostik meistens für den Zweck, den Ehepaaren erforderliche Informationen zu verschaffen, die ihnen eine Entscheidung ermöglicht, ob sie das Kind zur Welt bringen wollen oder nicht. Bei einer positiven Diagnose, nämlich bei der Feststellung einer Fehlbildung oder genetischen Krankheit des Kindes entscheiden sich die Ehepaare meistens für den Schwangerschaftsabbruch aus embryopathischer Indikation bzw. medizinischer Indikation.

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