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Türkei und Deutschland in Europa

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Erhan Temel

Im Zuge ihrer Modernisierung nahm sich die Türkei das europäische und insbesondere das deutsche Recht zum Vorbild. Heute bildet die Türkei mit ihrer wachsenden Wirtschaft und der hohen Anzahl in Deutschland lebender Türken einen wichtigen Handelspartner. Diese erweiterten Handelsbeziehungen machen es notwendig, die jeweiligen Rechtssysteme vergleichend zu beleuchten. Die Forschungsstelle für Türkisches Recht hat im Mai 2013 die Tagung Die Türkei und Deutschland in Europa veranstaltet. Dieser Band vereint die Arbeiten von 14 Wissenschaftlern aus unterschiedlichen Fachgebieten. Diskutiert werden aktuelle Rechtsprobleme, die vom deutsch-türkischen bis zum Europäischen Recht reichen.
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Einfluss des deutschen Rechts auf die aktienrechtlichen Vorschriften des neuen türkischen Handelsgesetzbuches

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Das neue türkische Handelsgesetzbuch mit der Nr. 6102 (= THGB), in Kraft getreten am 1.7.2012, regelt die Aktiengesellschaft in den Artikeln 329–563. Bereits am Wortlaut mancher neuer Vorschriften ist der Einfluss des deutschen Aktienrechts spürbar.

Meines Erachtens kann man diesen Einfluss in zwei aufteilen; direkter und indirekter Einfluss. Das alte türkische Handelsgesetzbuch mit der Nr. 6762, welches bis zum 1.7.2012 in Kraft war, wurde von dem berühmten deutschen Handelsrechtler Ernst E. Hirsch ausgearbeitet und wurde mit dem Einfluss des deutschen Rechts verfasst. Da das Gesetz mit der Nr. 6762 zum großen Teil ebenfalls in das neue THGB unverändert aufgenommen wurde, bleibt dieser indirekte Einfluss des deutschen Aktienrechts weiterhin erhalten.

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