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Interkulturelle Personalführung am Beispiel von international agierenden Unternehmen

Eine soziologische Studie über kulturell geprägte Unterschiede bei der Mitarbeiterführung

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Christian Ignaz Simmel

Besonderer Fokus des Buches liegt auf den Führungsaufgaben von Managern, z. B. Delegation von Aufgaben, Setzen von Zielen und Motivation. Unterscheidet sich die Ausprägung von Führungsaufgaben, die deutsche oder Schweizer Führungskräfte wahrnehmen, abhängig davon, ob sie einerseits Deutsche bzw. Schweizer oder andererseits Malaysier bzw. Singapurer führen? Der Autor gewann seine Erkenntnisse durch teilstrukturierte, explorative und persönliche Experteninterviews. Darüber hinaus prüft er ausgewählte Erkenntnisse auf Übereinstimmung mit Hofstedes Kulturdimensionen. Sein Buch ist besonders für deutsche oder Schweizer Führungskräfte von Interesse, die in Malaysia oder Singapur Mitarbeiter führen.
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5 Ergebnisse der empirischen Untersuchung

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In diesem Abschnitt werden die Äußerungen der Interviewpartner darüber beschrieben, wie sie die Nationalkulturen der Deutschen, der Malaysier, der Schweizer oder der Singapurer wahrnehmen. Alle Aussagen beziehen sich auf vorherrschende Tendenzen in einer dieser nationalen Gruppen und beschreiben nicht die Einstellungen und Verhaltensweisen spezifischer Angehöriger dieser Nationalkulturen. Selbst wenn beispielsweise Pünktlichkeit ein Wesenszug der deutschen Nationalkultur wäre, so gäbe es doch auch einzelne unpünktliche Deutsche. Man kann also nicht von Tendenzen einer Nationalkultur auf das tatsächliche Verhalten einer konkreten Einzelperson dieser Nationalkultur schließen (vgl. Lewis 2006, xvii, Minkov 2011, 16–18, Rippl & Seipel 2015, 160 f., Schroll-Machl 2007a, 31, Smith & Bond 1998, 48).

Die Beschreibungen der Nationalkulturen dürfen ebenfalls nicht mit vorurteilsbehafteten Stereotypen verwechselt werden (vgl. Hofstede 2001, 13 f., Hofstede u.a. 2002, 18 f., Hofstede u.a. 2010, 40, Hofstede & Hofstede 2011, 425 f., Minkov 2013, 46–50, Triandis 1994, 107–110, 137–143, Trompenaars & Hampden-Turner 2012, 34). Die Interviewpartner, die alle über langjährige Erfahrung in der Führung von Deutschen oder Schweizern bzw. Malaysiern oder Singapurern besitzen, schilderten ihre Beobachtungen (generalisierte Abstraktionen), ohne in ungerechtfertigte oder gefühlsmäßig beladene Vorurteile über ihnen fremde Kulturen zu verfallen. Sie waren auch ihrer eigenen Kultur gegenüber kritisch eingestellt, wie die folgenden Beispiele belegen:74

George:

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