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Die Regulierung von Hedge-Fonds und Private Equity in Europa und den USA

Eine rechtsvergleichende Untersuchung der AIFM-Richtlinie und des Dodd-Frank-Act unter ergänzender Einbeziehung des AIFM-Umsetzungsgesetzes und der EuVECA-VO

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Sara Tancredi

Das Buch thematisiert die gesetzgeberischen Versuche der EU und USA zur Begrenzung potenzieller Systemrisiken von Hedge-Fonds. Die durch die US-amerikanische Subprimekrise ausgelöste globale Finanzmarktkrise hat gezeigt, dass die mögliche Systemrelevanz von Alternativen Investmentfonds lange Zeit unterschätzt wurde. Auch wenn diese nicht die eigentlichen Verursacher der Krise waren, so haben ihre Anlagestrategien dennoch dazu beigetragen, Risiken über den Finanzmarkt zu verteilen und zu vergrößern. Deswegen haben der US-amerikanische und der europäische Gesetzgeber einen einheitlichen Regulierungsrahmen für Verwalter Alternativer Investmentfonds, insbesondere Hedge-Fonds, errichtet. Die Autorin untersucht, inwieweit der Dodd-Frank-Act als Vorbild für die AIFM-Richtlinie diente, und weshalb Regelungen zu Private Equity Einzug in die AIFM-Richtlinie gefunden haben.
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Fünfter Teil: Die „Verordnung über Europäische Risikokapitalfonds“

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Fünfter Teil: Die „Verordnung über Europäische Risikokapitalfonds“

Am 25. April 2013 ist die „Europäische Verordnung über Europäische Risikokapitalfonds“ (EuVECA-VO) im Amtsblatt der EU veröffentlicht worden.892 Sie ist als Ergänzungswerk zur AIFM-Richtlinie anzusehen und richtet sich insbesondere an Venture-Capital-Fonds, welche als AIF, die mehr als 500 Mio. Euro verwalten, grundsätzlich in den Anwendungsbereich der AIFM-Richtlinie fallen.

A. Problemstellung und Ziele der EuVECA-Verordnung

Da die Mehrheit der Venture-Capital-Fonds in Europa Vermögensgegenstände unterhalb der Schwelle von 500 Mio. Euro verwaltet, fallen diese jedoch regelmäßig unter den Ausnahmetatbestand des Art. 3 Abs. 2 lit. b) AIFM-RL und können so demnach nicht in den Vorteil eines erleichterten europaweiten Vertriebs kommen. Zwar besteht nach Art. 3 Abs. 3 AIFM-RL die Möglichkeit, sich freiwillig der AIFM-Richtlinie zu unterwerfen (sog. Opt-in-Verfahren).893 Dieses hat dann jedoch nicht nur zur Folge, dass die Rechtsfolgen der AIFM-Richtlinie (z. B. EU-Pass) Anwendung finden, sondern vielmehr die Richtlinie in ihrer Gesamtheit einzuhalten ist. Aufgrund dessen, dass es kleinen Venture-Capital-Gesellschaften oftmals jedoch nicht möglich ist, den hohen Anforderungen der AIFM-Richtlinie in finanzieller und organisatorischer Hinsicht zu entsprechen, dürfte das Opt-in-Verfahren der AIFM-Richtlinie für die meisten Unternehmen als Alternative ausscheiden, da überdies der Inhalt der AIFM-Richtlinie nicht auf die Bedürfnisse von Venture-Capital-Fonds zugeschnitten ist.894 Die AIFM-Richt-linie sieht ein strenges Erlaubnis- und Aufsichtsregime für Verwalter von AIF vor, um systemische Risiken, die aus deren Tätigkeit resultieren und...

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