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Das Potential der Regel aus «Rylands v. Fletcher»

Gefährdungshaftung im englischen «Common Law of Torts»

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Thomas Voigtländer

Im englischen Common Law of Torts, dem richterlichen Deliktsrecht, steht die Regel aus Rylands v. Fletcher für das Konzept einer verschuldensunabhängigen Gefährdungshaftung. Jedoch bevorzugen die Gerichte heute zunehmend verschuldensbasierte Haftungsmodelle – und beschneiden den Anwendungsbereich von Rylands empfindlich. Hiergegen wendet sich dieses Buch und erforscht das Potential von Rylands v. Fletcher als Instrument richterlicher Gefährdungshaftung. Aus der methodischen Perspektive des englischen Richters wird vor allem die Präjudizienlage untersucht. Hinzu tritt innerhalb des Common-Law-Rechtskreises ein Vergleich zur Rechtslage in Australien und den USA. Auf dieser Grundlage wird eine neu ausgerichtete, ihr Potential ausschöpfende Regel aus Rylands v. Fletcher formuliert.
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B. Justice Blackburns Leitentscheidung: Rechtshistorisches Fundament der Rule

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B.  Justice Blackburns Leitentscheidung: Rechtshistorisches Fundament der Rule

Ausgangspunkt dieser Arbeit wird – in Anerkennung der englischen Rechtsmethodik – eine Analyse des rechtshistorischen Ursprungs der Rule sein. Dieser liegt in dem von Justice Colin Blackburn formulierten Urteil der Court of Exchequer Chamber zu Fletcher v. Rylands96 vom 14. Mai 1866. Daher gilt es, den Inhalt von Justice Blackburns Entscheidung zu analysieren und in den sozioökonomischen sowie natürlich den rechtlichen Kontext ihrer Zeit einzuordnen.

I.  Hintergrund der Rule

1.  Sozioökonomischer Kontext

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