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Qualität familienrechtspsychologischer Gutachten: Eine empirische Analyse mit Praxiskommentaren

Christel Salewski, Stefan Stürmer, Jörn Meyer und Anne-Kathrin Meyer

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Edited By Anette Rohmann

Das Ziel dieser Untersuchung besteht darin, anhand einer repräsentativen Stichprobe festzustellen, ob und inwieweit familienrechtspsychologische Gutachten wissenschaftlichen Mindestanforderungen genügen. Zudem wird die Art und Qualität der Erfassung von Bindung analysiert. Die Stichprobe umfasst 116 Gutachten, die aus Vollerhebungen an vier Amtsgerichten stammen. Die Untersuchung zeigt, dass nur eine Minderheit der Gutachten zentrale fachliche Standards erfüllt. Ebenso wird in der überwiegenden Zahl der Gutachten nicht nachvollziehbar beschrieben, welches theoretische Konzept von Bindung der entsprechenden Diagnostik zugrunde liegt und wie Interpretationen zur Bindung der Kinder psychologisch-wissenschaftlich begründet werden.
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3 Die Hagener Gutachtenstudie

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3.1 Ziele

Ein übergeordnetes Ziel der an der FernUniversität Hagen durchgeführten Untersuchung bestand darin, anhand einer repräsentativen Stichprobe festzustellen, ob und inwieweit familienrechtspsychologische Gutachten wissenschaftlich formulierten Mindestanforderungen genügen. Die Untersuchung wurde durch das Justizministerium des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt. Die Datenerhebung erfolgte im Zeitraum von 2012 bis 2013 an vier Amtsgerichten des OLG-Bezirks Hamm und erfasste sämtliche der von den vier Amtsgerichten in den Jahren 2010 und 2011 beauftragten Gutachten. Da es sich damit um Vollerhebungen an den Gerichten handelte, kann (im Unterschied zu früheren Untersuchungen) ausgeschlossen werden, dass nur Gutachten in die Auswertung eingingen, die von den Gerichten selbst vorbewertet wurden. Die Stichproben sind damit für diese vier Amtsgerichte repräsentativ.

3.1.1 Ziel 1: Kriteriengeleitete Analyse des in den Gutachten dokumentierten methodischen Vorgehens

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