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Verbandshaftung bei Spielmanipulation durch Fußball-Schiedsrichter

Malte Dittrich

Die im Zivilrecht angesiedelte Arbeit befasst sich mit der Verbandshaftung bei Spielmanipulation durch Fußball-Schiedsrichter. Es wird untersucht, wie und ob die Verbände haften, wenn ein von ihnen eingesetzter Schiedsrichter ein Spiel manipuliert, um für sich oder einen Dritten einen Wettgewinn zu erzielen. Die Verbandswettbewerbe und die Rechtsstellung des Schiedsrichters werden zur Klärung dieser Frage anhand von unveröffentlichten Vertragsunterlagen rechtlich qualifiziert. Für die unterschiedlichen Wettbewerbe werden die Anforderungen bei der Darlegung eines Schadens festgelegt. Ebenso wird aufgezeigt, dass in den meisten Fällen die abgeschlossenen Schiedsgerichtsvereinbarungen mit den Verbänden oder vorherige Schiedsgerichtsurteile den Weg vor die Zivilgerichte nicht versperren.
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11. Kapitel: Schlussbetrachtung

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11. Kapitel:  Schlussbetrachtung

Die Untersuchung hat viele Problematiken dargestellt, die sich in Bezug auf die Verrechtlichung von sportbezogen Sachverhalten ergeben können. Bezüglich dieser dargestellten Problematiken kann hinsichtlich der aufgeworfenen Fragestellung abschließend folgendes Resümee gezogen werden.

A.  Resümee

Im engen Geflecht der Verbandsregularien ist es nicht einfach die verschiedenen Rechtsbeziehungen herauszuarbeiten. Auf der einen Seite ist fast alles bis ins kleinste Detail durchreguliert. Auf der anderen Seite entsteht das Gefühl, dass sich die Verbände bei einigen Problematiken bewusst zurückhalten, um diese in einer Art luftleerem Raum stehen zu lassen. Dies war z. B. bei den Schiedsrichterangelegenheiten lange der Fall. Hier war früher nicht klar, in welchem Grundverhältnis diese zu den Verbänden stehen und unter welchen rechtlichen Gesichtspunkten sie die Leitung eines Spiels übernehmen. Mit der Rahmenvereinbarung des DFB ist ein erster Schritt in die richtige Richtung gemacht worden. Allerdings sollte für den Lizenzfußball in Zukunft überlegt werden, ob es nicht sinnvoll wäre, die Schiedsrichter als Arbeitnehmer des DFB mit Arbeitsverträgen auszustatten. Dies wird in anderen europäischen Spitzenligen wie z. B. der Premiere League längst praktiziert. Hierdurch bräuchte nicht auf mehrere rechtliche Konstruktionen in Bezug auf eine Spielleitung zurückgegriffen werden, sondern der gesamte Rechte- und Pflichtenkatalog könnte in einem Vertragsverhältnis zusammengefasst werden.

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