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Verbandshaftung bei Spielmanipulation durch Fußball-Schiedsrichter

Malte Dittrich

Die im Zivilrecht angesiedelte Arbeit befasst sich mit der Verbandshaftung bei Spielmanipulation durch Fußball-Schiedsrichter. Es wird untersucht, wie und ob die Verbände haften, wenn ein von ihnen eingesetzter Schiedsrichter ein Spiel manipuliert, um für sich oder einen Dritten einen Wettgewinn zu erzielen. Die Verbandswettbewerbe und die Rechtsstellung des Schiedsrichters werden zur Klärung dieser Frage anhand von unveröffentlichten Vertragsunterlagen rechtlich qualifiziert. Für die unterschiedlichen Wettbewerbe werden die Anforderungen bei der Darlegung eines Schadens festgelegt. Ebenso wird aufgezeigt, dass in den meisten Fällen die abgeschlossenen Schiedsgerichtsvereinbarungen mit den Verbänden oder vorherige Schiedsgerichtsurteile den Weg vor die Zivilgerichte nicht versperren.
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3. Kapitel: Autonomie des Sportrechts und rechtliche Strukturen im Fußballsport

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3. Kapitel:  Autonomie des Sportrechts und rechtliche Strukturen im Fußballsport

Der Sport ist bei seiner Ausübung ein simples Gebilde und wird erst mit Blick auf seine Verrechtlichung komplex. Auch im Fußball gibt es zum Zwecke der Ausübung eine Vielzahl von Regularien und rechtlichen Verbindungen der Akteure des Sports, die zusammengefasst das spezielle Rechtsgebiet des Sportrechts ergeben. Um zivilrechtliche Fragestellungen im Hinblick auf sportbezogene Fallkonstellationen untersuchen zu können, muss zu Beginn ein kurzer Blick auf die Besonderheit des Sportrechts geworfen werden.

A.  Die Autonomie des Sportrechts

Das Sportrecht ist kein in sich abgeschlossenes spezielles Rechtsgebiet. Nach allgemeiner Auffassung besteht das Sportrecht in Deutschland aus zwei Säulen.213 Die eine Säule bildet das gesamte staatliche Recht, welches mit sportbezogenen Rechtsfragen in Berührung kommt.214 Dabei kann es sich um verschiedene Sachverhalte handeln, die ihren Bezug z. B. in Teilbereichen des Arbeits-, des Vereins- oder des Wettbewerbsrechts haben.215

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