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Wort – Text – Diskurs

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Edited By Magdalena Duś, Robert Kołodziej and Tomasz Rojek

Die in diesem Band vereinigten Beiträge nehmen Bezug auf Forschungsgegenstände der Germanistik und angewandten Sprachwissenschaft, insbesondere der Morphologie, Syntax, Phraseologie, der Text- und Diskurslinguistik sowie der Translations- und Literaturwissenschaft. Die Autorinnen und Autoren würdigen mit ihren Beiträgen die wissenschaftlichen Leistungen der polnischen Germanistin und ehemaligen Präsidentin des Verbandes Polnischer Germanisten Zofia Berdychowska, Professorin an der Jagiellonen-Universität Kraków. Die Publikation erscheint anlässlich ihres 65. Geburtstages im Jahr 2016.
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Ewa Żebrowska - Noch einmal zum Begriff ,multimodaler Text‘

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Ewa Żebrowska

Universität Warszawa

Noch einmal zum Begriff ,multimodaler Text‘

Seit einiger Zeit wird der im Titel des vorliegenden Beitrags genannte Terminus in der sog. Medien- und Bildlinguistik verhältnismäßig oft verwendet und nicht selten stillschweigend angenommen. Ich gehe davon aus, dass seine Bedeutung der näheren Präzisierung bedarf, denn das Fehlen von eindeutigen Definitionen kann den wissenschaftlichen Austausch erschweren. Als Ausnahmen können hier die Versuche von Opiłowski (2015: 56) und Żebrowska (2013) genannt werden. Die beiden Termini multimodale Texte und Multimodalität, die im deutschen Sprachraum präsent sind, gehen auf Gunther Kress und Theo van Leeuwen (2001: 2; 20ff.) zurück. Als Vertreter der sog. Sozialsemiotik waren sie davon überzeugt, dass Kommunikation sich nie auf nur ein Zeichensystem beschränkt, und zwar: „the language is no longer the central semiotic mode“ (Kress 1998: 186). Die Kommunikation ist demzufolge vielschichtig, und der Sinn ergibt sich aus dem Zusammenwirken verschiedener Elemente: „meaning is made in many different ways, always, in the many different modes and media which are co-present in a communicational ensemble“ (Kress/van Leeuwen 2001: 111). Obwohl sie hier den Terminus communicational ensemble, also kommunikatives Gefüge, einführen, hat sich dann ihre Formulierung „all texts are multimodal“ (Kress 1998: 186) verbreitet und wurde ins Deutsche wortwörtlich übersetzt. ,Modes‘, eigentlich ‚signing modes‘, sind nach diesen Autoren semiotische Ressourcen, d.h. einfach Zeichen jeglicher Art, bestimmte Zeichentypen, die die Realisierung von Kommunikation erlauben. ,Media‘ hingegen sind...

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