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700 Jahre Pfarrarchiv Perleberg

Findbuch zum Bestand im Domstiftsarchiv Brandenburg mit einer Edition der nachreformatorischen Stiftungsurkunden

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Uwe Czubatynski

Dieses Findbuch erschließt mit dem Pfarrarchiv Perleberg einen wertvollen Bestand zur brandenburgischen Landesgeschichte. Die über einen Zeitraum von 700 Jahren erwachsenen Archivalien ermöglichen vielfältige Einblicke in die Stadt- und Kirchengeschichte. Mit insgesamt 140 Urkunden verfügt dieses Pfarrarchiv über eine ungewöhnlich große Anzahl dieser Quellengattung. Ergänzend zu dem systematisch geordneten Findbuch werden daraus 18 Stiftungsurkunden im Volltext veröffentlicht. Sie umfassen den Zeitraum von 1561 bis 1884 und belegen exemplarisch die lutherisch geprägte Frömmigkeit in einer märkischen Kleinstadt. Eine ausführliche Einleitung widmet sich der Geschichte des Archivs. Das gesamte Material wird durch ein Personen- und Ortsregister erschlossen und durch 20 Abbildungen bereichert.
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Einführung

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Zur Bestandsgeschichte

Das Pfarrarchiv Perleberg, das seit 1998 im Domstiftsarchiv Brandenburg deponiert ist, umfasst das durch mehrere Jahrhunderte gewachsene kirchliche Schriftgut einer brandenburgischen Kleinstadt, die in früheren Zeiten als Hauptstadt der Prignitz galt. Zu diesen Archivalien gehören unter anderem die Protokolle des Gemeindekirchenrates (ab 1861), Akten zur Gemeindearbeit, Unterlagen zu den kircheneigenen Grundstücken, Friedhöfen und Gebäuden, Geld- und Kornrechnungen (ab 1687), Bauangelegenheiten sowie Quellen zum älteren Schulwesen der Stadt. Mit einem Umfang von derzeit 763 Verzeichnungseinheiten auf knapp 10 Regalmetern (ohne Übergrößen und ohne Kirchenbücher) ist es nach modernen Maßstäben ein relativ kleines Archiv. Seinen besonderen Wert erlangt es jedoch in erster Linie durch seine lange, bis in das Ende des 13. Jahrhunderts zurückreichende Tradition. Die ältesten Urkunden, in denen die Jakobi- und die Nikolaikirche gleichzeitig erwähnt werden, datieren in die Jahre 1294 und 1295. Während die erste dieser Urkunden heute im Stadtarchiv aufbewahrt wird, ist die zweite zwar noch durch einen Abdruck bekannt, im Original aber leider verlorengegangen. Die älteste heute noch im Pfarrarchiv vorhandene Urkunde datiert vom 2. Februar 1315 und rechtfertigt damit den Titel der vorliegenden Findbuchedition.

Nachdem der Superintendent Johann Christian Meißner (1710–1792) seine bedeutende Privatbibliothek testamentarisch der Perleberger Kirche vermacht hatte, setzte eine erkennbare Fürsorge für die Archivalien erst im 19. Jahrhundert ein. Begünstigt wurde dies sowohl durch das sich allmählich entwickelnde landesgeschichtliche Interesse als auch durch den immer weiter zunehmenden...

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