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Die Wallonie und Brüssel

Eine Bestandsaufnahme

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Edited By Anne Begenat-Neuschäfer and Marieke Gillessen

Das Buch stellt erstmals die Föderation Wallonie-Brüssel, die Wallonische Region und die Französische Gemeinschaft Belgiens einem deutschen Publikum vor und führt in wesentliche Aspekte des öffentlichen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Lebens ein. Neben Bereichen wie Sprache, Literatur, Film, Comic und Wissenschaftsaustausch beleuchtet es auch die Verfassungsreformen aus aktueller Perspektive. Die Autoren erweitern und vervollständigen Themen, die bereits im ersten Band der Reihe «Belgien im Fokus» angesprochen wurden. Ein weiterer Band behandelt die Deutschsprachige Gemeinschaft Belgiens.
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Caroline Sägesser - Religiöse Überzeugungen und Glaubensrichtungen in der Wallonie und Brüssel

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Caroline Sägesser

Religiöse Überzeugungen und Glaubensrichtungen in der Wallonie und Brüssel

Abstract Although Belgium has to be considered, from a historical perspective, as a catholic country a public funding of its denominational pluralism already existed at the very beginning of the nation. The present article provides data for Wallonia and Brussels, shows the connection between religion and education and tries to answer some current questions.

Historisch gesehen ist Belgien ein katholisches Land. Bei der Staatsgründung gehörten mehr als 99% seiner Einwohner dieser Religion an. Lediglich einige wenige protestantische und jüdische Gemeinden führten einen schüchternen konfessionellen Pluralismus ein, der jedoch ausreichte, um seit den Anfängen des Staates die öffentliche Finanzierung der protestantischen, anglikanischen und jüdischen Religionsausübung zu erlauben. Während des 19. Jahrhunderts war die philosophische Frage ein zentrales Thema der Debatte und eine Haupttrennlinie der politischen Szene. Die katholische Kirche besetzte eine zentrale Position in der damaligen Gesellschaft und spielte insbesondere im Bildungswesen eine bedeutende Rolle. Angesichts des Einflusses der katholischen Kirche gründeten sich Vereine von Freidenkern (Libres Penseurs), die ab 1834 über eine Universität verfügten, die Université libre de Bruxelles, wo die Ausbildung vom klerikalen Einfluss losgelöst war. Als sich 1846 mit den Liberalen die erste politische Partei des Landes bildete, stand die Säkularisierung der Institutionen des Landes in ihrem Programm. Dieses Ziel würde nicht erreicht werden und Belgien würde nie ein...

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