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Der Nahe und Mittlere Osten – Ein Staatenlexikon

Edited By Wolfgang Gieler and Markus Porsche-Ludwig

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Staatenwelt des Nahen und Mittleren Ostens. In alphabetisch geordnetem Aufbau – von Afghanistan, Irak und Iran über Israel, Saudi-Arabien, Syrien und die Türkei bis Marokko und Tunesien – werden insgesamt fünfundzwanzig Staaten thematisiert. Zielgruppe sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle Interessierten, denen das Lexikon wesentliche Hintergrundinformationen zur differenzierten und abgewogenen Darstellung einer der bedeutendsten Regionen in der internationalen Politik an die Hand geben möchte.

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Wolfgang Gieler: Mauretanien

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Wolfgang Gieler

Mauretanien



Naturraum und geographische Rahmenbedingungen

Mauretanien ist aufgrund seines großen Saharaanteils als Wüstenland zu bezeichnen. Der afro-asiatische Trockengürtel verläuft über das gesamte Land. Die Atlantikküste des Landes besteht aus Steilküste im Norden und flacher Aus ← 217 | 218 → gleichsküste im Süden. Die Küste erstreckt sich auf insgesamt 754 km Länge, und die sich anschließenden Meeresgewässer gehören zu den reichsten Fischgründen weltweit. In mittleren Höhen bis zu 500 m gibt es vereinzelt zerklüftete Inselberge bzw. Bergplateaus, die aus Sand- und Geröllwüste bestehen. Die Sahara bedeckt etwa 90 Prozent des Territoriums, wobei ein Teil als Weideland (Savanne) für nomadische Viehhaltung nutzbar ist. Mauretanien gehört zur Sahelzone und ist somit eines der trockensten Länder der Erde.

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