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Der Nahe und Mittlere Osten – Ein Staatenlexikon

Edited By Wolfgang Gieler and Markus Porsche-Ludwig

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Staatenwelt des Nahen und Mittleren Ostens. In alphabetisch geordnetem Aufbau – von Afghanistan, Irak und Iran über Israel, Saudi-Arabien, Syrien und die Türkei bis Marokko und Tunesien – werden insgesamt fünfundzwanzig Staaten thematisiert. Zielgruppe sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle Interessierten, denen das Lexikon wesentliche Hintergrundinformationen zur differenzierten und abgewogenen Darstellung einer der bedeutendsten Regionen in der internationalen Politik an die Hand geben möchte.

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Mahmut Eryilmaz: Arabische Liga

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Mahmut Eryilmaz

Arabische Liga

Historischer Rückblick

Arabisch, ist die gemeinsame Sprache in der Region, die vom Atlantischen Ozean bis zum Golf von Basra reicht. Mit Ausnahme von einigen Minderheiten ist die Region auch ein einheitlicher religiöser Raum. Auf diesem Gebiet konnten bislang zwei politische Einheiten entstehen. Die erste ist die Epoche des islamischen Imperiums. Der Kalif Omar übernahm nach dem Ableben des islamischen Propheten Mohammed die politische Verantwortung und einte das Gebiet. Dieses islamische Imperium bestand bis 900 Jahre nach Christus. Die zweite Epoche ist der Zeitraum unter der Herrschaft des Sultans Selim I, der in seiner Regentschaft das gesamte Gebiet ins Osmanische Reich eingliederte. Diese Epoche endete nach ca. 400 Jahren Anfang des 19. Jahrhunderts.

Mit den ersten Zerfall-Erscheinungen des Osmanischen Reiches begann durch Missionierungsaktivitäten besonders im Libanon und in Ägypten ein arabischer Nationalismus. Die Idee einer arabischen Liga (Pan-Arabismus) wurde verstärkt in den 1990er Jahren in Ägypten und in Syrien weiterentwickelt. Der Pan-Arabismus wurde überwiegend von arabischen Christen als säkular-laizistische Ideologie entworfen, um die Wege für die arabische Modernisierung zu ebnen. Diese Art von laizistisch-arabischer Nationalismus sollte auch den Druck auf religiöse Minderheiten verringern. Die Allianzen einiger Araber mit den Briten gegen das Osmanische Reich und die offene Unterstützung des Zionismus seitens Großbritanniens sowie die Kolonisation der arabischen Welt durch Frankreich, Großbritannien, Italien und weiteren nährte und entwickelte das Ideal einer arabischen Liga.

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