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Der Nahe und Mittlere Osten – Ein Staatenlexikon

Edited By Wolfgang Gieler and Markus Porsche-Ludwig

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Staatenwelt des Nahen und Mittleren Ostens. In alphabetisch geordnetem Aufbau – von Afghanistan, Irak und Iran über Israel, Saudi-Arabien, Syrien und die Türkei bis Marokko und Tunesien – werden insgesamt fünfundzwanzig Staaten thematisiert. Zielgruppe sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle Interessierten, denen das Lexikon wesentliche Hintergrundinformationen zur differenzierten und abgewogenen Darstellung einer der bedeutendsten Regionen in der internationalen Politik an die Hand geben möchte.

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Nadége Konatè & Zeynep Yilmaz: Economic Cooperation Organization

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Nadége Konatè & Zeynep Yilmaz

Economic Cooperation Organization

Gründungsgeschichte und Gründungsmotivation

Die Economic Cooperation Organization (ECO) wurde 1985 als Nachfolgerorganisation der Regional Cooperation for Development (RCD) gegründet. Die Gründungsmitglieder waren: Iran, Pakistan und die Türkei. Bis heute sind Afghanistan, Aserbaidschan, Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan, Turkmenistan und Usbekistan als Mitgliedstaaten hinzugekommen.

Die RCD, die 1964 gegründet wurde, hatte die Zielsetzung, die Entwicklung wirtschaftlicher und kultureller Beziehungen zwischen den Mitgliedern zu intensivieren. Militärisch arbeiteten die Gründungsmitglieder bereits seit dem Bagdad-Pakt 1955 zusammen. Der Bagdad-Pakt umfasste neben der Türkei, Iran und Pakistan auch den Irak und Großbritannien. Der Irak beendete nach einem blutigen Putsch 1958 seine Mitgliedschaft jedoch wieder. Dies war der Anlass dafür, den Pakt in Central Treaty Organization (CENTO) umzubenennen. Es folgte die Verlegung der Zentrale von Bagdad nach Teheran. Die nahöstlichen militärischen Partner beabsichtigten durch die Errichtung des RCD ihre Zusammenarbeit auf die wirtschaftlichen und kulturellen Bereiche ausdehnen. In den 1960er und 1970er Jahren konnte der RCD jedoch keine außenpolitische Relevanz erreichen. Den Staaten fehlte das Interesse, die Zusammenarbeit zu vertiefen. Besonders deutlich wurde dies dadurch, dass es nach der Gründung des RCD 1964 bis 1977 dauerte, die vertraglichen Grundlagen in Izmir festzuhalten.

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