Show Less
Restricted access

Der Nahe und Mittlere Osten – Ein Staatenlexikon

Edited By Wolfgang Gieler and Markus Porsche-Ludwig

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Staatenwelt des Nahen und Mittleren Ostens. In alphabetisch geordnetem Aufbau – von Afghanistan, Irak und Iran über Israel, Saudi-Arabien, Syrien und die Türkei bis Marokko und Tunesien – werden insgesamt fünfundzwanzig Staaten thematisiert. Zielgruppe sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle Interessierten, denen das Lexikon wesentliche Hintergrundinformationen zur differenzierten und abgewogenen Darstellung einer der bedeutendsten Regionen in der internationalen Politik an die Hand geben möchte.

Show Summary Details
Restricted access

Sabrina Keller & Ensar Yilmaz: Golf – Kooperationsrat

Extract

Sabrina Keller & Ensar Yilmaz

Golf – Kooperationsrat

Gründungsgeschichte und Gründungsmotivation

Am 25. Mai 1981 trafen sich die Staatsoberhäupter der sechs arabischen Golf-Länder, das heißt der Vereinten Arabischen Emirate, Oman, Bahrain, Katar, Kuwait und Saudi-Arabien. Sie gaben die Bildung des Kooperationsrats der arabischen Golfstaaten (GCC, Gulf Cooperation Council) bekannt und unterzeichneten die Charta der GCC. Der Nahe Osten gehört zu den letzten noch verbleibenden Regionen der Welt, in der Erbmonarchien eine Hochphase haben. Vor allem die sechs Mitgliedsstaaten des GCC sind Erbmonarchien. Faktisch gehören zur GCC 12 Erbmonarchen, da die Vereinten Arabischen Emirate aus 7 konstitutionellen Monarchien bestehen. Die Gemeinsamkeit der ererbten Regentschaft und der Regentenfamilien war ein entscheidender Faktor für die sechs Länder, die strategische, militärische, politische, soziale und wirtschaftliche Allianz zu bilden.

Die Hauptmotivation zur Bildung des GCC war im Besonderen die Bedrohung der regionalen Sicherheit durch den Iran-Irak-Krieg. Zwei Jahre zuvor war der Schah des Iran gestürzt worden und die Islamische Republik unter Ayatollah Khomeini wurde ausgerufen. Ayatollah Khomeini trat für die Ausweitung der Islamischen Revolution in der ganzen muslimischen Welt ein. Dies wurde von den ölreichen arabischen Golfstaaten als Bedrohung aufgefasst. Obwohl einige der arabischen Golfstaaten die Shari’a (das islamische Gesetz) eingeführt hatten, waren die meisten gegen die drakonischen Maßnahmen, welche die schiitischen Geistlichen in Teheran anwendeten. Obwohl die wirtschaftliche Motivation bei der Gründung der GCC nur von zweitrangiger Bedeutung war, spezifiziert die Charta...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.