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Der Nahe und Mittlere Osten – Ein Staatenlexikon

Edited By Wolfgang Gieler and Markus Porsche-Ludwig

Das Staatenlexikon vermittelt grundlegende Kenntnisse zur Staatenwelt des Nahen und Mittleren Ostens. In alphabetisch geordnetem Aufbau – von Afghanistan, Irak und Iran über Israel, Saudi-Arabien, Syrien und die Türkei bis Marokko und Tunesien – werden insgesamt fünfundzwanzig Staaten thematisiert. Zielgruppe sind vor allem Wissenschaftler, Studierende, Dozenten, Journalisten und sonstige Mittler politischer Bildung sowie alle Interessierten, denen das Lexikon wesentliche Hintergrundinformationen zur differenzierten und abgewogenen Darstellung einer der bedeutendsten Regionen in der internationalen Politik an die Hand geben möchte.

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Janos Götze & Simon Lixfeld: Organization of the Petroleum Exporting Countries

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Janos Götze & Simon Lixfeld

Organization of the Petroleum Exporting Countries

Historischer Überblick

Die gesamte Erdölindustrie wurde bis in die 1960er Jahre durch die sog. „sieben Schwestern“ oder „Majors“, den damals größten Ölgesellschaften bestimmt. Zu ihnen zählten British Petroleum, Gulf Oil, Mobil Oil, Royal Dutch Shell, Standard Oil Company New Jersey, Standard Oil Company of California und Texaco. Sie hatten sich im Laufe ihrer Entwicklung die Position eines Nachfragekartells gegenüber den Förderländern im Nahen Osten sowie die Stellung eines Angebotskartells gegenüber der Weltnachfrage erarbeitet. Die notwendigen Voraussetzungen hierfür waren interne Absprachen, die größtenteils noch in den Förderländern bestehende Vormachtstellung der Kolonialmächte, in denen die Ölkonzerne beheimatet waren, sowie von den Ölgesellschaften einseitig zu ihren Gunsten gestaltete Konzessionsverträge mit den Förderländern. Diese erhielten lediglich einen fixen Anteil an den Gewinnen der Ölgesellschaften, bestehend aus den Konzessionsgebühren (Royalities) und einer Ertragsteuer.

Ohne Vorteil für die erdölfördernden Staaten war auch die Preispolitik der „Majors“. Bis zum Jahre 1947 galt das „Gulf-Plus-System“, ein Basispunktesystem, das auf den in den USA gültigen Preisen basierte. Dadurch konnten die im Mittleren Osten tätigen Ölfirmen hohe Gewinne ohne Partizipation der Förderländer erzielen. Nach dem Zweiten Weltkrieg strebten zunehmend neue Ölgesellschaften, die „Independents“ bzw. „Newcomer“, auf den Markt. Angelockt durch die hohen Gewinne, machten sie den etablierten Ölkonzernen Konkurrenz. Die Förderländer des Nahen Ostens konnten...

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