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Entscheidungsunterstützung für ein operatives Supply Chain Risikomanagement

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Claudia Breuer

Risiken können nicht komplett vermieden werden. Aufgrund der schnellen Veränderungen im Wirtschaftsumfeld und der zunehmenden Vernetzung von Unternehmen in Supply Chains nimmt das Risikopotential für Unternehmen vielmehr noch zu. Indem Unternehmen jedoch die richtigen Maßnahmen parat haben, können sie schnell und effektiv auf Risikosituationen reagieren. Daher hat die Autorin ein interaktives Instrument zur Entscheidungsunterstützung in Risikosituationen entwickelt. Dieses zielt auf die Bewältigung von Risikoauswirkungen in Logistikknoten. Im Vordergrund stehen die den Warenfluss betreffenden Prozesse. Über Simulationen werden Prozesskennzahlen ermittelt und bewertet. Basierend auf den Ergebnissen sind Handlungsempfehlungen formuliert, die über das Instrument zur Verfügung stehen.
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2 Entscheidungsfindung im Supply Chain Risikomanagement

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Betriebliche Entscheidungen in Alltagssituationen werden in der Regel intuitiv oder unter Verwendung von Standardlösungen getroffen. Treten jedoch unvorhergesehene Ereignisse und Situationen auf, erschweren verschiedene Faktoren die Entscheidungsfindung.19 Dies sind insbesondere die wirtschaftlichen Konsequenzen und die Zeit: Neben den unter Umständen erheblichen wirtschaftlichen Auswirkungen sind betriebliche Entscheidungen in unvorhergesehenen Situationen häufig unter einem großen Zeitdruck zu treffen, weshalb eine strukturierte und zielgerichtete Analyse der Entscheidungssituation nicht möglich ist.20

Um eine differenzierte und sorgfältige Entscheidungsfindung in solchen Situationen zu erreichen, sind aktuelle und zuverlässige Informationen erforderlich. Die Versorgung der Entscheidungsträger mit risikorelevanten Informationen zur Unterstützung ihrer Entscheidungsprozesse erfolgt dabei im Rahmen des Risikomanagements.21 Am Ende des Risikomanagementprozesses steht die Entscheidung über eine risikobeseitigende oder risikomindernde Maßnahme.22 Die theoretische Fundierung von Entscheidungsprozessen und die in diesem Prozess durchzuführenden Schritte erfolgen durch die Entscheidungstheorie. In Kapitel 2.1 wird daher zunächst auf die entscheidungstheoretischen Grundlagen eingegangen, welche die Ausgangsbasis für das Risikomanagement in Supply Chains bilden. Dieses wird im sich daran anschließenden Kapitel 2.2 näher betrachtet, bevor sensible Logistikknoten in Supply Chains sowie GVZ als Anwendungsbereich in Kapitel 2.3 thematisiert werden.

2.1 Entscheidungstheoretische Grundlagen

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