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Empirische Analyse lernfeldbasierter Unterrichtskonzeptionen in der Metalltechnik

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Marcus Dengler

Marcus Dengler untersucht anhand von Unterrichtskonzepten die derzeitige Umsetzungspraxis der lernfeldorientierten Rahmenlehrpläne im Berufsfeld Metalltechnik. Er arbeitet empirisch in einem Forschungsfeld, das bislang vor allem durch eine theoretische Auseinandersetzung geprägt ist. Seine materialgestützte, inhaltlich-didaktische Analyse der Planungsunterlagen eröffnet eine differenzierte und tragfähige Betrachtung der didaktischen Qualität der Lehrplanumsetzung. Damit einhergehend erfolgt eine intensive Auseinandersetzung mit den didaktisch-methodischen Hintergründen, Bezügen, Wirkungen und Wechselwirkungen des Lernfeldunterrichts.
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8. Zusammenfassung und Diskussion

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8.  Zusammenfassung und Diskussion

8.1  Beantwortung der Forschungsfragen

Mit der Einführung des Lernfeldansatzes 1996 wurden sukzessive die curricularen Lehrpläne für duale Ausbildungsberufe durch lernfeldorientierte Rahmenlehrpläne ersetzt. Dieser Prozess wurde in Gang gesetzt, obwohl dieser Ansatz über kein wissenschaftlich tragfähiges Fundament verfügte (siehe S. 163 f). Bis heute ist das Lernfeldkonzept weder theoretisch widerspruchsfrei noch empirisch abgesichert (siehe S. 169). Damit stellt es sich vor allem als normativer Ansatz dar, bei dessen Umsetzungen den Lehrkräften inhaltlich enorme Spielräume gewährt, methodisch hingegen durch eine Fokussierung auf handlungsorientierte Vermittlungsformen stark einengende Vorgaben gemacht werden (siehe S. 164 ff).

Mögliche Gründe für diesen erheblichen Paradigmenwechsel liegen in einem Konglomerat von Ursachen, die es scheinbar erforderlich machten, den berufsschulischen Unterricht den aktuellen Erfordernissen der Arbeitswelt anzupassen. So erfolgte eine Angleichung der Rahmenlehrpläne an die handlungsorientierte Neuausrichtung der beruflichen Ausbildungsordnungen mit der Neuordnung der industriellen Metall- und Elektroberufe aus dem Jahr 1987 (vgl. STRAKA 2002, S. 278), die u.a. im Kontext der Einführung neuer Technologien (z.B. CNC und SPS) deutlich werden ließ, „dass sich veränderte Anforderungen nur mit veränderten Ausbildungskonzepten realisieren lassen“ (RIEDL & SCHELTEN 2013b, S. 130). Der paradigmatische Wechsel erfolgte auch in Rezeption an die von MERTENS (1974) eingebrachte Diskussion um Schlüsselqualifikationen, die auf eine Erweiterung des beruflichen Handlungsvermögens durch Förderung intrapersoneller Aspekte wie Teamfähigkeit, Flexibilität und Selbstständigkeit u.a. abzielten (vgl. RIEDL...

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