Show Less
Restricted access

Informatik und Gesellschaft

Festschrift zum 80. Geburtstag von Klaus Fuchs-Kittowski

Edited By Frank Fuchs-Kittowski and Werner Kriesel

Informatik und Gesellschaft erlebt eine Renaissance. Innovationen der Informatik treiben einen gravierenden gesellschaftlichen Wandel immer schneller voran, der für heftige Debatten sorgt. Aktuelle Themen behandelte die Tagung «Informatik und Gesellschaft» zu Ehren von Klaus Fuchs-Kittowski als Pionier dieses Fachgebietes. Der Sammelband legt 44 Beiträge mit breitem Themenspektrum vor. Er behandelt den Einfluss von IKT auf die Arbeitswelt, Industriearbeit 4.0, Big Data, Datenschutz und Datenausspähung. Einzelne Beiträge sprechen Umweltinformatik, Informationssystemgestaltung, Softwareentwicklung, Künstliche Intelligenz, Cloud-Computing sowie E-Learning (MOOC) an. Es werden auch künstliche Immunität, Avatare und die sozialen Aspekte behandelt. Ein weiteres Augenmerk liegt auf automatisierter Kriegsführung, hierzu werden insbesondere Ethik, Humanismus und Friedenserhaltung in einer global vernetzten Welt diskutiert.
Show Summary Details
Restricted access

Als Philosophiestudenten in Leipzig – die späten Fünfziger

Extract



Abstract

This paper describes the experiences of a student of philosophy in Leipzig in the late fifties.

Im Spätsommer 1956 begann ich mein Philosophiestudium in Leipzig – als Seiteneinsteiger im zweiten Studienjahr am Philosophischen Institut der Karl-Marx-Universität (KMU). Schon 1953 hatte ich in der Messestadt studentische Wurzeln geschlagen, damals am Institut für Publizistik und Zeitungswissenschaft, das ein Jahr später in den Rang einer eigenständigen Fakultät für Journalistik aufgestiegen war. Obwohl ich von dort manches Anregende und Nützliche mitnahm, wurde mir mit der Zeit unabweisbar klar, dass ich mit dem ständigen Themenwechsel, der mit dem Metier des Journalisten unvermeidlich verbunden ist, nicht ein ganzes Berufsleben lang glücklich sein könnte. So entschloss ich mich zu einer radikalen Wendung und beantragte den Übergang zur Fachrichtung Philosophie. Mein Antrag ging schnell und komplikationslos durch, ein Fachrichtungswechsel an der gleichen Universität war viel leichter zu bewerkstelligen als eine Neuimmatrikulation anderswo.

In diesem Jahr nahm auch Klaus Kittowski (den Doppelnamen gab er sich aus Verehrung für seinen Großvater Emil Fuchs, bei dem er aufgewachsen war, erst später) sein Philosophiestudium in Leipzig auf. Anders als ich aber war er sofort für Philosophie immatrikuliert worden, es bestand kein Zweifel daran, dass er die Fachrichtung wohlüberlegt gewählt hatte. Bei einem wie mir, der von der Seite kam, konnte man da nicht so sicher sein.

Der berühmte Philosoph Ernst Bloch, damals Direktor...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.