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Denken des Empraktischen

Edited By Konstanze Caysa and Harko Benkert

Der Band thematisiert Karl Bühlers Idee des Empraktischen, fasst sie aber zugleich weiter, indem nicht nur auf sprachlich-implizites, sondern leiblich-implizites Vollzugshandeln eingegangen wird. Im Empraktischen geht es demzufolge um leiblich-implizite Wissensformen. Das Empraktische ist ein Wissen-Haben im Tun-Können. Empraktisch wissen wir, was wir wissen, solange wir nicht danach gefragt werden. Oder anders ausgedrückt: Empraktisches Wissen ist ein Wissen, das wir solange haben, solange wir es nicht metastufig problematisieren. Selbst die Reflexionswissenschaft Philosophie, deren Tun wesentlich in der Reflexion besteht, funktioniert wie Sport, Sex, Wissenschaft und Kunst auf der Basis des Empraktischen. Der Band thematisiert demzufolge das Empraktische auf zwei Ebenen: auf der Ebene der Philosophie und auf der Ebene der Kunst.
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Claudia Henning - Die empraktische Formung menschlicher Wahrnehmung

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Claudia Henning

Die empraktische Formung menschlicher Wahrnehmung

1. Was heißt es, etwas „empraktisch zu beherrschen“?

Im Anschluss an das von Stekeler-Weithofer verallgemeinerte Bühlersche Konzept des Empraktischen bedeutet „etwas empraktisch zu beherrschen“ in einem ersten Zugriff: Man beherrscht bzw. kann etwas praktisch – soll heißen: man verfügt (zumindest partiell) über entsprechende Handlungsfähigkeiten in dem Sinne, dass man (unter passenden Umständen) willentlich Handlungen vollziehen kann, so dass die Form ihrer Ausführung als auch ihr Zweck der zugehörigen Handlungsform (bzw. dem „action-typ“) entsprechen, also demjenigen, was wir normalerweise mit dem entsprechenden Handlungsverb bezeichnen.

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