Show Less
Restricted access

International Corporate Public Affairs Management

Politische Kommunikationsnetzwerke Multinationaler Unternehmen

Series:

Thomas Beck

Das Buch erstellt einen analytischen Bezugsrahmen für die Erfassung und Evaluation kommunikativer Einflussbeziehungen von Unternehmen. Bislang mangelte es an perspektivischer Vielfalt, theoretischen Fundierungsmöglichkeiten und geeigneten Instrumenten zur Rekonstruktion und Analyse des komplexen politischen Beziehungsmanagements Multinationaler Unternehmen. Der Autor verknüpft Schlüsselkonzepte des Issues- und Stakeholdermanagements, der Politikfeldanalyse, Tauschtheorie und Lobbyismusforschung mit dem Netzwerkansatz. Das Ergebnis ist eine neuartige Forschungsheuristik, die es möglich macht, Public Affairs aus relationaler Perspektive zu betrachten und themenzentrierte politische Anspruchsgruppenkommunikation von Organisationen zu analysieren.
Show Summary Details
Restricted access

4 Public Affairs als Themen- & Stakeholdermanagement

Extract



Neben der Begriffsklärung in Kapitel 3 soll nun in diesem Kapitel mit der Dimensionierung des Konstrukts und der Auswahl eines geeigneten theoretischen Rahmens der zweite Schritt auf dem Weg zur Modellkonstruktion gegangen werden. Dabei wird das Konstrukt zunächst in die beiden Dimensionen Akteure und Inhalte aufgespalten und diese mit geeigneten Theoriengebäuden unterfüttert. Abschließend werden die getrennt erörterten Dimensionen mitsamt ihrer Annahmen, Begriffe, Konzepte und Modelle mit dem Argument, bei CPA handle es sich im Kern um themenzentriertes Stakeholdermanagement analytisch zusammengeführt.

4.1 Corporate Public Affairs als mehrdimensionales analytisches Konstrukt

ICPAM ist mehr als nur ein Begriff, sondern kann aus wissenschaftstheoretischer Perspektive als ein vom Forscher konstruiertes, künstliches analytisches Gebilde (sogen. Konstrukt) angesehen werden, das es ermöglicht aufeinander beziehbare Teilaspekte eines Kommunikations-phänomens (sogen. Dimensionen; auch Problem-, Themen- und Analysebereiche) auf einer höheren Abstraktionsstufe miteinander in Verbindung zu bringen. Die dem Prozess der Dimensionierung inhärente Aus- bzw. Unterdifferenzierung ist nötig, um derart komplexe Untersuchungsgegenstände überhaupt erst ganzheitlich darstellen und so einen Beitrag zur Theorieentwicklung leisten zu können. Bisherige Arbeiten unterscheiden hierbei beispielsweise die Dimensionen Aktivität, Organisation und strategischer Stellenwert (Siedentopp, 2007), die Begriffs-, Organisations-, Aktions-, Wert-, Struktur-, Professions- sowie Akteursdimension (Olfe-Kräutlein, 2012) oder die Themenbereiche Lobbying, Verhaltensgrundsätze, Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring, freiwillige Selbstverpflichtung, Konsultationen, Bestechung, und Rechtsmittel (Berg, 2003). Die dem Modell zugrunde gelegte akteurszentrierte, strukturalistische Epistemologie verlangt jedoch nach einer Fokussierung auf Akteurskonstellationen und Interaktionsbeziehungen, weshalb der inhaltliche Gegenstandsbereich (Inhalts-dimension)...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.