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Islamisches Recht in Theorie und Praxis

Neue Ansätze zu aktuellen und klassischen islamischen Rechtsdebatten

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Edited By Mouez Khalfaoui and Bülent Ucar

Spielt das islamische Recht noch eine Rolle im Leben und Denken gegenwärtiger Muslime? Was kann man von der Scharia noch umsetzen? Wie steht die Scharia mit säkularem Recht im Verhältnis? Sind die Maqasid noch anwendbar? Diese Fragen werden von Laien-Muslimen sowie Experten häufig gestellt. Die Beiträge dieses Bandes bieten einen Einblick in die innerislamische Debatte über das islamische Recht und seine Rolle im Leben gegenwärtiger Muslime. Dabei sind mindestens zwei Hauptansätze von besonderer Bedeutung: im ersten Teil werden die Fragen der Entstehung, Definition und Entwicklung des islamischen Rechts debattiert. Der zweite Teil ist dem Thema Maqasid gewidmet. Hierbei werden bedeutende Abschnitte aus arabischen Quellen ins Deutsche übersetzt. Somit wird in diesem Buch eine Brücke zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart sowie zwischen Theorie und Praxis geschlagen.
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Maqāṣid Ash-Schariʿa al-Islamiyya wa makārimihā, Dar al Gharb al Islami, Auflage 5, S. 62–80, übersetzt von Hala Fouad Sindlinger mit einer Einleitung von Mouez Khalfaoui

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Al-Fāsī, ʿAllāl (1991), Maqāṣid Ash-Schariʿa al-Islamiyya wa makārimihā, Dar al Gharb al Islami, Auflage 5, S. 62–80

Übersetzung von Hala Fouad Sindlinger

Mit einer Einleitung von Mouez Khalfaoui

Einleitung

1963 erschien das Buch Maqāṣid Ash-Schariʿa al-Islāmiyya wa makārimihā von ʿAllāl al-Fāsī (1910–1974). Dieses Buch bringt die maqāṣid-Theorie immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit, nachdem sie lange Zeit in Vergessenheit geraten war. Erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts und im Rahmen des Reformdiskurses wird erneut über Maqasid seitens muslimischer Denker wie u.a. Muhammad Abduh (gest. 1905) und Ibn Ashour (gest. 1973) gesprochen. Dadurch wurde das Buch al-Muwāfaqāt von ash- Shātibi wieder an Universitäten unterrichtet und der Ansatz der maqāṣid als Mittel zur Reform des muslimischen Denken debattiert. Während Ibn Ashour als Vorreiter auf diesem Gebiet gilt, da er sich mit dieser Theorie von maqāṣid bereits in den 1940er Jahren beschäftigte, kann das o.g. Buch von Allal al-Fasi als Fortführung in dieser Wiederbelebung der maqāṣid-Theorie verstanden werden.

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