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Kohärenz und indirekte Anaphorik

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Zsófia Haase

Ausgehend von einer Sprecherbefragung mit deutschem Sprachmaterial untersucht die Autorin die Verwendung von indirekten pronominalen Anaphern im Deutschen. Die Ergebnisse der empirischen Arbeit bestätigen die zentrale Hypothese der Abhandlung: Den Muttersprachlern erscheint die Verwendung von indirekten pronominalen Anaphern im Deutschen als akzeptabel, wenn der implizite Referent nuklearer Bestandteil der gegebenen Diskursrepräsentation ist. Die Autorin kann somit auf der Grundlage von Grammatikalitätsurteilen zeigen, dass indirekte pronominale Anaphern akzeptierte Kohärenzmittel sind.
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Einleitung

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Entsprechend dem Titel ist Gegenstand der vorliegenden Abhandlung das Phänomen der indirekten Anaphorik im Deutschen, mit besonderer Rücksicht auf die indirekten pronominalen Anaphern. ANAPHERN wie

(1) EINE KATZE wollte einmal ihrer Herrin eine Freude machen. Sie fing eine Maus und legte sie ihr auf die Schwelle.1

sind seit den Anfängen der Textlinguistik im Fokus der Untersuchungen gewesen. Sprachliche Ausdrücke in einem Text, die Koreferenz, Genus- und Numeruskongruenz bzw. Sinnidentität mit ihrem Bezugsausdruck aufweisen (sie in Bsp. (1)) und die grundsätzlich als Kontinuitätssignale in dem Text zu erfassen sind (in der Terminologie von Schwarz (2000) die klassischen direkten Anaphern), sind bereits in den ersten textorientierten linguistischen Arbeiten thematisiert und ausführlich behandelt worden (vgl. z.B. Harweg 1968; Isenberg 1971; Hartmann 1971). INDIREKTE ANAPHERN (auch Kontiguitätsanaphern, Assoziative Anaphern, Antezedenslose Anaphern genannt) wie

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