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Haftungsfragen bei Unfällen zwischen Radsportlern

Zugleich eine Untersuchung zu relativen Schutzpflichten und der Struktur des § 823 Abs. 1 BGB

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Friedrich Wagner

Radsportunfälle haben häufig neben sportlichen auch juristische Konsequenzen. Der Autor untersucht die zivilrechtlichen Haftungsfragen bei Unfällen zwischen Radsportlern und geht grundlegenden Fragen der zivilrechtlichen Haftungsdogmatik nach. Er kommt zu dem Ergebnis, dass die Sportregeln zu einer verhaltens- statt erfolgsbezogenen Auslegung des § 823 Abs. 1 BGB veranlassen. In manchen Situationen erlangt das Sportreglement zudem den Status von durch § 280 Abs. 1 BGB geschützten relativen Schutzpflichten zwischen Sportlern. Über diese Anspruchsgrundlage ergeben sich auch bislang kaum beachtete Möglichkeiten zur Bekämpfung von Doping.
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4. Kapitel: Haftung gemäß § 823 I BGB bei Unfällen im Wettkampf

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A. Vorüberlegung

Im Folgenden wird eine mögliche Haftung zwischen den Rennfahrern gemäß § 823 I BGB untersucht. Als Ausgangspunkt der Überlegungen sollen wieder die bereits genannten zwei typischen Unfallmuster während eines Radrennens mit Massenstart dienen. Bei Unfallmuster eins636 kommt es zur Berührung und Sturz der Fahrer aufgrund des geringen Abstandes des Hinterherfahrenden. Bei Unfallmuster zwei637 kommt es zum Sturz des hinterherfahrenden Sportlers, da der vor ihm fahrende Rennteilnehmer während des Zielsprints mehrmals die Fahrlinie wechselt und sich deshalb das Vorderrad des Hinterherfahrenden und das Hinterrad des Vorausfahrenden berühren.

I. Rechtslage ohne Berücksichtigung der sportspezifischen Besonderheit der Situation

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