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Nach Wien!

Sehnsucht, Distanzierung, Suche"- </I>Literarische Darstellungen Wiens aus komparatistischer Perspektive

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Norbert Bachleitner and Christine Ivanovic

«Nach Wien!» – der Titel des vorliegenden Bandes gibt das Echo der Großstadtsehnsucht von Čechovs Drei Schwestern mit einem Augenzwinkern wieder und hat dabei zugleich den Ernst der Lage derjenigen im Blick, für die Wien im symbolischen Sinn die Bewahrung ihrer kulturellen Identität und im pragmatischen Sinn das Überleben bedeutete. Die Beiträge fokussieren auf Darstellungen der Stadt aus der Distanz, auf meist erst im Nachhinein festgehaltene Wahrnehmungen, Erfahrungen, Einschätzungen vorübergehender BewohnerInnen oder BesucherInnen Wiens. Sie haben einen Teil ihres Lebens hier verbracht, bevor sie die Stadt verließen, oder sie sind Durchreisende gewesen, die sich nur für einige Zeit hier aufgehalten haben: Fremde eher als Einheimische, StudentInnen oder AutorInnen, Bildungsreisende und PauschaltouristInnen, MigrantInnen und Arbeitssuchende, nicht zuletzt Displaced Persons und HeimkehrerInnen aus der Emigration.
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Der... der. Der Auch-Baum und der Baum. Anmerkungen zu Paul Celan in Wien

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← 254 | 255 →Peter Waterhouse

„Was ich jetzt sage, sage nicht ich“(Ossip Mandelstam)

„wirf sie weg, wirf sie weg, dann hast du sie wieder“(Paul Celan)

„A state which is incompetent to satisfy different races condemns itself, a state which labours to neutralise, to absorb, or to expel them, destroys its own vitality.”(J. E. E. Acton)

Im August und September 1948 erscheinen in Wien die ersten beiden Bücher Paul Celans: der Essay Edgar Jené und der Traum vom Traume und die Gedichtsammlung Der Sand aus den Urnen. Paul Celan ist im Dezember 1947 nach Wien gekommen, kurz vor dem 21. Dezember. 1947 befinden sich etwa 40.000 Flüchtlinge aus Rumänien in Wien; insgesamt sind in der Stadt etwa 200.000 Flüchtlinge.1 Ende Juni 1948 verläßt Paul Celan Wien, um, wie es in einschlägigen Publikationen heißt, Franzose zu werden. Er studiert dann in Paris Germanistik und Sprachwissenschaft. Ob er das tut, um damit tatsächlich irgendetwas zu werden?

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