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Nach Wien!

Sehnsucht, Distanzierung, Suche"- </I>Literarische Darstellungen Wiens aus komparatistischer Perspektive

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Edited By Norbert Bachleitner and Christine Ivanovic

«Nach Wien!» – der Titel des vorliegenden Bandes gibt das Echo der Großstadtsehnsucht von Čechovs Drei Schwestern mit einem Augenzwinkern wieder und hat dabei zugleich den Ernst der Lage derjenigen im Blick, für die Wien im symbolischen Sinn die Bewahrung ihrer kulturellen Identität und im pragmatischen Sinn das Überleben bedeutete. Die Beiträge fokussieren auf Darstellungen der Stadt aus der Distanz, auf meist erst im Nachhinein festgehaltene Wahrnehmungen, Erfahrungen, Einschätzungen vorübergehender BewohnerInnen oder BesucherInnen Wiens. Sie haben einen Teil ihres Lebens hier verbracht, bevor sie die Stadt verließen, oder sie sind Durchreisende gewesen, die sich nur für einige Zeit hier aufgehalten haben: Fremde eher als Einheimische, StudentInnen oder AutorInnen, Bildungsreisende und PauschaltouristInnen, MigrantInnen und Arbeitssuchende, nicht zuletzt Displaced Persons und HeimkehrerInnen aus der Emigration.
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Viennavigator/Mapping Literature: Zu Transformationspfaden in Literaturgeographie und Location-Based Augmented Reality Games

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← 322 | 323 →Matthias Leihs

Im vorliegendenen Artikel wird untersucht, inwieweit die Bildung literaturwissenschaftlicher Hypothesen durch die Entwicklung von IT-gestützten Methoden aus dem Feld der weitläufigen Literaturgeographie unterstützt werden kann. Ausgehend von dem Projekt „Viennavigator - Mapping Literature“, das im Studienjahr 2012/13 im Laufe von zwei Semestern an der Abteilung für Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Wien Aufbau- und Verknüpfungsfragen im Hinblick auf ein parallel zur Arbeit entwickeltes Informationssystem behandelte, wird ein Über- und Ausblick zur Analyse von jungen Erzählformen aus dem Bereich des Alternate Reality Gamings geboten.

Mithilfe dieses Informationssystems wurden literarische Textstellen, in Folge als Textfragmente bezeichnet, gesammelt, gespeichert, mehrschichtig verknüpft und über ein Web-Interface abrufbar gemacht. Die wichtigsten Verknüpfungen zwischen den Entitäten1 spannen ein Netz zwischen Autor und Werk, zwischen Werk und Textfragment, zwischen Werk und temporalem Raum sowie zwischen fiktionalisiertem Raum des Fragments und Realraum.

Die Ausgestaltung dieser Struktur war Forschungsgegenstand des Projekts. Im Sinn der Definition von Evolutionary Prototyping nach David2 wurde in zwei großen und mehreren kleinen Zyklen eine vorläufige Form geschaffen, die darauf bedacht ist, wandelbar und iterativ gestaltbar zu sein, bei der also leicht Entitäten ← 323 | 324 →hinzugefügt sowie Beziehungen zwischen diesen gebildet werden können. Diese Beziehungen wurden durch zeitgemäße Visualisierungskomponenten im Web abgebildet.

Dem Definieren und Kategorisieren der Verbindungen zwischen realem und fiktionalisiertem Raum wurde besonderes Augenmerk gewidmet, zumal der Fokus dieses Projekts nicht auf der Entität Werk,...

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