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Literaturlinguistik – philologische Brückenschläge

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Edited By Jochen A. Bär, Jana-Katharina Mende and Pamela Steen

Der Sammelband verbindet die seit Jahrzehnten konzeptionell und teilweise auch institutionell getrennten Bereiche des Fachs Germanistik: Sprachwissenschaft und Literaturwissenschaft. In 17 Beiträgen werden unterschiedliche thematische Bereiche, Fragestellungen und methodische Ansätze beleuchtet. Textlinguistik, Gesprächsanalyse, Dialektologie, Diskurssemantik und Bildlinguistik werden mit literarischer Hermeneutik, Erzähltheorie, Motivanalyse und Vergleichender Literaturwissenschaft in Beziehung gesetzt. Daraus ergibt sich das Plädoyer für eine neue Philologie, in der die Erkenntnisse beider Teildisziplinen des Fachs Germanistik wechselseitig zur Kenntnis genommen und füreinander fruchtbar gemacht werden.
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Temporale Perspektivierung und Vermittlung von fiktionalem und faktualem Sprechen

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1.Einleitung

Fiktionale und faktuale Texte weisen vielfältige Formen der Konstituierung, Darstellung und Verschränkung verschiedener zeitlicher Systeme auf. Literarische Werke schöpfen wie auch printmediale Diskurse zu Neuen Technologien aus einem reichhaltigen Vorrat an sprachlichen Registern, um Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als Ebenen voneinander abzuheben und zugleich miteinander zu vermitteln. Dass gerade im Wechsel zwischen fiktionalen und faktualen Sprechweisen ein semiotisches Potential besteht, temporale Perspektivenverschiebungen zu entfalten, wird Gegenstand des vorliegenden Beitrages sein: Das nachfolgende zweite Kapitel ist dem Erinnerungsmodell in Uwe Johnsons Jahrestagen vorbehalten; Matthias Attig wird zeigen, dass dieser Roman die Kluft zwischen Vergangenheit und Gegenwart zu überbrücken sucht, indem er faktuale Texte oder Textfragmente in den fiktionalen Gesamtzusammenhang einwirkt und so die epistemischen Kategorien, auf denen die zeitliche Ordnung fußt, indirekt, aber durchaus wirkungsvoll in Frage stellt. In Kapitel 3 wird Katharina Jacob von einer Vorstudie und Studie zu Neuen Technologiediskursen1 berichten und darlegen, wie Zukünftiges konstituiert wird, wenn fiktionale Sprechweisen in faktuale eingebunden sind.

2.Uwe Johnsons Jahrestage und die Korrespondenz als Figur der kategorialen Überschreitung

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