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Regulierung des Hochfrequenzhandels in US- und EU-Aktienmärkten

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Pierre Zickert

Der Autor erläutert finanzwissenschaftlich die Funktion des Hochfrequenzhandels und beweist juristisch, dass dieser keine Gefahr für die Finanzmärkte der USA und EU darstellt. Er stellt dar, wie Erkenntnisse in der Finanzmathematik, Technologiefortschritte und Regulierungsmaßnahmen zur Wettbewerbsförderung den Hochfrequenzhandel entstehen ließen. Darauf aufbauend analysiert er, ob der Hochfrequenzhandel die Finanzmarktstabilität gefährdet und ob er dem Manipulations- oder Insiderhandelsverbot unterliegt. Dieses Buch zeigt auf, dass der Hochfrequenzhandel klassische Finanzintermediationsgeschäfte betreibt, keine Gefahren unmittelbar verursacht und fälschlicherweise mit Problemen assoziiert wird, die auf der Marktfragmentierung beruhen.
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E. Fairer Marktzugang | Ist dieser trotz HFT optimierter Märkte noch gegeben?

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Wie bereits dargelegt, versuchen Handelsplätze liquiditätsspendende Marktteilnehmer wie Hochfrequenzhändler an ihre Märkte durch auf sie abgestimmte Handelsbedingungen zu locken.437 Die Hochfrequenzhändler wiederum befinden sich in einem Wettbewerb, in dem lediglich der Faktor der Geschwindigkeit entscheidend ist, da der Preiswettbewerb nahezu ausgeschöpft ist.438 Hochfrequenzhändler befinden sich also in einem Wettbewerb, in welchem nur die schnellsten Gewinne aus der Konsumtion von Marktineffizienzen generieren können. Da der Markt so von Ineffizienzen gesäubert wird, man sich also gegenseitig die Einkommensquellen weggräbt, müssen Hochfrequenzhändler, um auch weiterhin Gewinne realisieren zu können, immer schneller handeln. Ferner droht den zu langsam werdenden Hochfrequenzhändlern die Gefahr, selbst Gegenstand von Ineffizienzkonsumtionen zu werden.439 Aufgrund dieser Faktoren müssen sie nicht nur schnell sein, sondern regelrecht stetig beschleunigen und werden von einem dem HFT inhärenten need for speed getrieben.440 Die Handelsplätze entsprechen diesen Bedürfnissen gern, um möglichst viele liquiditätsspendende Intermediäre an ihre Handelsplätze zu locken. Mittels schnellerer Handelsplatzanschlüsse, schnelleren Handelsdatenströmen und auf den Hochfrequenzhandel zugeschnittenen Ordertypen scheint es, als würde den Hochfrequenzhändlern eine Marktposition gewährt werden, die sie bevorteilen, andere Marktteilnehmer ausgrenzen und somit für „unfaire“ Handelsbedingungen sorgen würden.

Es stellt sich also in rechtlicher Hinsicht die Frage, ob die in Folge des Wettbewerbs der Handelsplätze entstandene Abhängigkeit der Handelsplätze von der sell-side nicht einen Interessenkonflikt hervorgerufen hat, der die Fairness der Märket bedroht....

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