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Wissenschaft und globales Denken

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Edited By Franz Gmainer-Pranzl and Angela Schottenhammer

Ökonomische Dynamiken, politische Transformationen, internationale Vernetzung sowie die Kommunikation durch neue Medien sind Indikatoren einer «Globalisierung», die heute viele Bereiche des Lebens erfasst. Doch bedeutet eine solche Expansion und Internationalisierung wirtschaftlicher Prozesse, technischer Entwicklungen und politischer Ordnungen, dass «globales Denken» als (selbst)kritischer Diskurs zum Tragen kommt? In kritischem Kontrast zu Globalisierungsstrategien fragen die Beiträge dieses Bandes danach, inwiefern der Bezug auf globale Zusammenhänge die gewohnten Zugänge und Methoden der Wissenschaft herausfordert und verändert. Nicht «Globalisierung» als Erfolgsstrategie, sondern «globales Denken» als kritischer Anspruch steht im Zentrum der Überlegungen dieses Tagungsbandes.
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Weisheit und Weisheitscoaching älterer Menschen – Eine Chance für die Entfaltung guter individueller und globaler Kräfte

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„Alle fünf Sekunden verhungert ein Kind unter zehn Jahren. 57000 Menschen sterben pro Tag an Hunger. Eine Milliarde Menschen sind permanent schwerst unterernährt. Und das auf einem Planeten, der vor Reichtum überquillt.“ (Jean Ziegler)1

Über die globale Zunahme älterer Menschen

Berichte zur demografischen Veränderung der Bevölkerungsentwicklung verdeutlichen weltweit eine beeindruckende Zunahme älterer Menschen. Die WHO2 rechnet in Prognosen zur Entwicklung der Weltbevölkerung für den Zeitraum von 2000 bis 2050 mit einer Verdoppelung des Anteils über 60-Jähriger von 11% auf 22%, was in realen Zahlen einer prognostizierten Zunahme von rund 605 Millionen auf 2 Milliarden Menschen entspricht. Ein Blick zur prognostizierten Verteilung hochaltriger Menschen zeigt zudem, dass sich die Zahl über 80-Jähriger im Zeitraum 2000 bis 2050 annähernd vervierfachen und dann voraussichtlich rund 395 Millionen Menschen umfassen wird. – Dabei nimmt der Bevölkerungsanteil aller Altersgruppen älterer Menschen in Ländern mit niedrigen und mittleren Einkommen rascher zu als in Ländern mit höheren Einkommen. – „It took more than 100 years for the share of France’s population aged 65 or older to double from 7 to 14%. In contrast, it will take countries like Brazil and China less than 25 years to reach the same growth.“3 – Diese zeitgeschichtlich neuen ← 241 | 242 → sozialen Gegebenheiten führen weltweit zu einem bislang nicht gekannten Bedarf an altersgerechter und seniorenfreundlicher Infrastruktur in Ländern, Städten und Kommunen. Neben dem vielfältigen Bedarf für ein zufriedenstellendes Alltagsleben...

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