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Wissenschaft und globales Denken

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Edited By Franz Gmainer-Pranzl and Angela Schottenhammer

Ökonomische Dynamiken, politische Transformationen, internationale Vernetzung sowie die Kommunikation durch neue Medien sind Indikatoren einer «Globalisierung», die heute viele Bereiche des Lebens erfasst. Doch bedeutet eine solche Expansion und Internationalisierung wirtschaftlicher Prozesse, technischer Entwicklungen und politischer Ordnungen, dass «globales Denken» als (selbst)kritischer Diskurs zum Tragen kommt? In kritischem Kontrast zu Globalisierungsstrategien fragen die Beiträge dieses Bandes danach, inwiefern der Bezug auf globale Zusammenhänge die gewohnten Zugänge und Methoden der Wissenschaft herausfordert und verändert. Nicht «Globalisierung» als Erfolgsstrategie, sondern «globales Denken» als kritischer Anspruch steht im Zentrum der Überlegungen dieses Tagungsbandes.
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Grenzlinien und Aufbrüche in der eurozentrischen Kirchengeschichtsschreibung Beobachtungen und Fallbeispiele

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Im Zeitalter der globalen Vernetzung und Migration, des interkulturellen und interreligiösen Austauschs und nach mehr als einem halben Jahrhundert des ökumenischen Dialoges ist die Kirchengeschichte neu gefordert. Hatte die teilweise Abgeschlossenheit der Kirchen zuvor zu verschiedenen Kirchen-Geschichten geführt, so bleibt nunmehr zu fragen: Welche Geschichte welcher Kirche in welchem Kontext gilt es zu bearbeiten, zu erforschen und nicht zuletzt zu lehren? Konfessionelle Kirchengeschichtsschreibung in einem pluralistischen Zeitalter lässt sich nicht mehr begründen.1

Es ist nicht einfach, ein Bild von der Vergangenheit zu zeichnen, das beispielsweise von den Partnern in den ökumenischen Dialogen wechselseitig anerkannt werden kann. Die Anfragen, die von anderen Religionen an das Christentum herangetragen werden, lassen innerchristliche Problematiken wiederum in einem neuen Licht erscheinen. Es gibt jeweils verschiedene Zugänge und Perspektiven, mitunter auch Interessen.

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