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Wissenschaft und globales Denken

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Edited By Franz Gmainer-Pranzl and Angela Schottenhammer

Ökonomische Dynamiken, politische Transformationen, internationale Vernetzung sowie die Kommunikation durch neue Medien sind Indikatoren einer «Globalisierung», die heute viele Bereiche des Lebens erfasst. Doch bedeutet eine solche Expansion und Internationalisierung wirtschaftlicher Prozesse, technischer Entwicklungen und politischer Ordnungen, dass «globales Denken» als (selbst)kritischer Diskurs zum Tragen kommt? In kritischem Kontrast zu Globalisierungsstrategien fragen die Beiträge dieses Bandes danach, inwiefern der Bezug auf globale Zusammenhänge die gewohnten Zugänge und Methoden der Wissenschaft herausfordert und verändert. Nicht «Globalisierung» als Erfolgsstrategie, sondern «globales Denken» als kritischer Anspruch steht im Zentrum der Überlegungen dieses Tagungsbandes.
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Förderung von globalem Denken am Beispiel der Entwicklungspolitischen Hochschulwochen von Südwind Salzburg

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Der Titel des vorliegenden Bandes heißt Wissenschaft und globales Denken. Der aktuelle Beitrag bietet Anregungen, wie globales Denken gefördert werden kann und welche Aspekte grundsätzlich dabei wesentlich sind. Er wird aus der Sicht einer Mitarbeiterin der NGO Südwind Entwicklungspolitik Salzburg – Verein für entwicklungspolitische Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Inland geschrieben, deren Arbeit allgemein einen Beitrag zur Förderung von globalem Denken leistet.

Die Zeit der Globalisierung hat längst Einzug gehalten. Grenzen, ob soziale, ökonomische, ökologische oder kulturelle sind verwischt und bringen somit den Bedarf an globalem Denken mit sich. Die Welt kann in deterritorialen Bereichen gedacht werden, die über nationale Grenzen hinaus eine eigene Dimension bilden. Diese Perspektive, wie sie Arjun Appadurai,1 ein indischer Ethnologe vertritt, teilt die Bereiche in Ethnoscapes, Technoscapes, Financescapes, Mediascapes und Ideoscapes (abgeleitet aus dem Englischen land-scapes) ein. Die alltäglichen Aktivitäten jedes Menschen stehen mit der globalen Ebene in Verbindung. Kaum ein Prozess ist gänzlich frei vom globalen Kontext, womit jede/r mit der globalen Welt in Verbindung steht, das heißt mit Menschen und Aktivitäten anderswo auf dieser Welt. Die Klimaerwärmung ist nur ein aktuelles Beispiel dafür, wie tiefgreifend sich lokales Handeln auf globaler Ebene auswirken kann. Ein weiteres ist die globale Dimension bei der Auslagerung von Produktionsschritten in der Bekleidungsindustrie in sogenannte Billigproduktionsländer. Nicht nur hat das Streben nach größtmöglicher Profitsteigerung der Unternehmen eine globale Tragweite, sondern auch das Kaufen und Tragen dieser Kleidung durch einzelne...

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