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Wissenschaft und globales Denken

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Franz Gmainer-Pranzl and Angela Schottenhammer

Ökonomische Dynamiken, politische Transformationen, internationale Vernetzung sowie die Kommunikation durch neue Medien sind Indikatoren einer «Globalisierung», die heute viele Bereiche des Lebens erfasst. Doch bedeutet eine solche Expansion und Internationalisierung wirtschaftlicher Prozesse, technischer Entwicklungen und politischer Ordnungen, dass «globales Denken» als (selbst)kritischer Diskurs zum Tragen kommt? In kritischem Kontrast zu Globalisierungsstrategien fragen die Beiträge dieses Bandes danach, inwiefern der Bezug auf globale Zusammenhänge die gewohnten Zugänge und Methoden der Wissenschaft herausfordert und verändert. Nicht «Globalisierung» als Erfolgsstrategie, sondern «globales Denken» als kritischer Anspruch steht im Zentrum der Überlegungen dieses Tagungsbandes.
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Die burkinische Revolution 1983–1987: Zwischen Staat und Zivilgesellschaft

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Einleitung

Der 4. August 1983 bezeichnete einen schicksalsträchtigen Wendepunkt in der Geschichte von Obervolta, das genau ein Jahr später in Burkina Faso umgetauft wurde: Ein Coup d’État, der hauptsächlich von linksorientierten Kräften innerhalb der Armee ausging, leitete die Herrschaft des „Conseil National de la Révolution“ (CNR) und seines Anführers Thomas Sankara ein. Die Putschisten propagierten eine „Révolution Démocratique et Populaire“ (RDP), die einen Ausweg aus der postkolonialen Misere und den Aufbau einer neuen, freien und emanzipierten Gesellschaft versprach. Unter dem Leitmotiv „Das Vaterland oder der Tod, wir werden siegen“1 sollten sich alle sozialen Kräfte am burkinischen Gesellschaftsprojekt beteiligen.2

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