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Wissenschaft und globales Denken

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Edited By Franz Gmainer-Pranzl and Angela Schottenhammer

Ökonomische Dynamiken, politische Transformationen, internationale Vernetzung sowie die Kommunikation durch neue Medien sind Indikatoren einer «Globalisierung», die heute viele Bereiche des Lebens erfasst. Doch bedeutet eine solche Expansion und Internationalisierung wirtschaftlicher Prozesse, technischer Entwicklungen und politischer Ordnungen, dass «globales Denken» als (selbst)kritischer Diskurs zum Tragen kommt? In kritischem Kontrast zu Globalisierungsstrategien fragen die Beiträge dieses Bandes danach, inwiefern der Bezug auf globale Zusammenhänge die gewohnten Zugänge und Methoden der Wissenschaft herausfordert und verändert. Nicht «Globalisierung» als Erfolgsstrategie, sondern «globales Denken» als kritischer Anspruch steht im Zentrum der Überlegungen dieses Tagungsbandes.
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Einheit und Vielfalt im Chaos der Globalisierung – Stefan Zweigs Der Turm zu Babel und Die Monotonisierung der Welt als Reflexion über gesellschaftlichen Wandel

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1.   Warum dieser Beitrag?

Aktuelle Phänomene und Geschehnisse werden in der Wissenschaft breit diskutiert und anhand von Wissenschaftsliteratur erarbeitet. Gewisse Themen finden dabei in alle Bereiche der Forschung Eingang. So ist es auch mit dem Schlüsselbegriff Globalisierung. An ihm geht keine Diskussion vorbei, alle Disziplinen setzen sich mit Globalisierung, Globalität und angrenzenden Begriffen auseinander. Oft bleibt es dabei nicht nur bei einem Betrachtungsobjekt, sondern es handelt sich auch um eine Betrachtungsweise, welche die Methoden der Wissenschaft verändert und neu formt. Blick und Horizont weiten sich, und Globalität wird als Zustand und Denkweise, Globalisierung als durch den Menschen vorangetriebener Prozess gedacht. Die Thematik verlangt verschiedene Blickrichtungen, unterschiedliche Perspektiven und Zugänge. Der für diesen Beitrag gewählte Zugang ist die Literatur, genauer, die des frühen 20. Jahrhunderts. Die Literatur reflektiert und verarbeitet und kann dabei Denkprozesse in Gang setzen. Der literarischen Quelle und Auseinandersetzung wird Fachliteratur gegenübergestellt, wobei deutlich sichtbar wird, dass beide Zugänge ähnliche Aspekte und Formulierungen aufweisen.

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