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Die strafrechtliche Bewertung von Leveraged-Buyout-Modellen

Eine Risikoanalyse der Leveraged-Buyout-Modelle bei der GmbH und der Aktiengesellschaft

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Tobias Beckmann

Die Tätigkeit von Finanzinvestoren steht seit einigen Jahren vermehrt im Fokus der öffentlichen Diskussion. Auf der Suche nach neuen Anlageformen hat die Zahl der fremdfinanzierten Unternehmenskäufe insbesondere in den letzten Jahren stetig zugenommen. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf dem sog. Leveraged-Buyout, einem Finanzierungsinstrument zum Erwerb von Unternehmen mit dem Ziel, einen möglichst hohen Gewinn des investierten Geldes unter Ausnutzung des Leverage-Effektes (Hebeleffektes) zu erreichen. Der Autor stellt die betriebswirtschaftlichen und gesellschaftsrechtlichen Grundlagen von Leveraged-Buyout-Modellen zusammenfassend dar, um im Anschluss die strafrechtlichen Risiken solcher Finanzierungen für die handelnden Organe aufzuzeigen.
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2. Kapitel Gesellschaftsrechtliche Grenzen des Leveraged Buyout

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Im Hinblick auf das Stamm- bzw. Grundkapital von GmbH und Aktiengesellschaft wurden unterschiedlich ausgestaltete Schutzvorschriften in Form der Kapitalaufbringungs- sowie der Kapitalerhaltungsregeln geschaffen, die die Anteilseigner zur tatsächlichen Aufbringung des Stamm- bzw. Grundkapitals bei Gründung verpflichten und darüber hinaus die Erhaltung eines Teils des Gesellschaftskapitals garantieren.

Wie bereits im vorangegangenen Abschnitt dargestellt, gibt es vielerlei Gestaltungsmöglichkeiten eines Leveraged Buyout. Regelmäßig wird der Investor die Akquisitionsgesellschaft mit einem Eigenkapitalanteil ausstatten. Dieses reicht jedoch nicht aus, um die Zielgesellschaft zu erwerben. Die Differenz zwischen dem Eigenkapital und dem Kaufpreis finanziert er durch die Aufnahme von Fremdkapital.

Somit stellt sich die Frage, inwieweit das Einbringen und die Nutzung des Vermögens der Zielgesellschaft im Rahmen des Finanzierungsprozesses eines Leveraged Buyout dem Kapitalerhaltungsgrundsatz widersprechen kann. Hierbei ist auf drei Handlungen des Investors einzugehen:

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