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Wettbewerbspolitische Aspekte des «Amazon-Falls»

Analyse der ökonomischen Auswirkungen horizontaler und vertikaler Beschränkungen unter Berücksichtigung der Charakteristika von Onlinemärkten

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Karoline Henrike Köhler

Selten hat ein wettbewerbspolitischer Fall so viel Interesse und Kontroversen hervorgerufen wie der E-Book-Fall rund um Amazon, bei dem führende Verlage und große Unternehmen wie Apple involviert sind. Doch dieser spiegelt nur eine von vielen unternehmerischen Vorgehensweisen Amazons wider.
Der Kern dieses Werkes stellt die wettbewerbspolitischen Vorwürfe gegenüber Amazon systematisch dar und würdigt diese auf der Basis ökonomisch-theoretischer Überlegungen. Die Analysen offenbaren dabei die ökonomischen Besonderheiten von Onlinemärkten und berücksichtigen die wachsende ökonomische Bedeutung mehrseitiger Märkte.
Die Untersuchungsergebnisse geben eine Antwort auf die sich aus der aktuellen Medienbrisanz um Internetplattformen ergebende Frage, ob «Amazon as the Next Google» einzuordnen ist. Darüber hinaus bewertet die Autorin Ansätze zur Ausgestaltung einer wettbewerbspolitischen Regulierung von Internetplattformen wie den More Technological Approach oder die Implementierung einer eigenen Regulierungsbehörde.
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2 Rechtlich-institutionelle Grundlagen der europäischen Wettbewerbspolitik

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2.1 Einordnung der europäischen Wettbewerbsregeln

2.1.1 Rechtliche Grundlagen und unmittelbare Anwendbarkeit

Die vorwiegend im AEUV verankerten europäischen Wettbewerbsregeln, die die fundamentalen Bedingungen für das Funktionieren eines einheitlichen Binnenmarktes darstellen,9 werden gemäß der in Art. 3 Abs. 1 b) AEUV vorgesehenen ausschließlichen Zuständigkeit durch die Europäische Union bestimmt. Das wirtschaftspolitische Ziel der Union sieht dabei gem. der Art. 119 Abs. 1, 120 AEUV eine offene Marktwirtschaft mit freiem Wettbewerb vor, wobei der Wettbewerb grundlegend durch die Art. 34 AEUV und Art. 56 AEUV ermöglicht wird. Vor diesem Hintergrund sind als die beiden grundlegenden und komplementären Elemente des Wettbewerbsrechts mithin der Schutz des Wettbewerbs auf dem Markt und die Verhinderung von Markteintrittsbarrieren auszumachen.10

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