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Die rechtliche Regulierung der «Menschenfleischsuche» im Internet

Eine rechtsvergleichende Untersuchung zwischen Deutschland und China

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Xiaopeng Zhao

Erstmalig thematisiert das Buch das in China weit verbreitete Phänomen Ren-rou-sou-suo (Menschenfleischsuche) auch in Deutschland. Als Hexenjagd im Internet ist dieses weltweite Phänomen auch in Deutschland in den nächsten Jahren zu erwarten. Aufgrund potenzieller Persönlichkeitsrechtsverletzungen und Datenschutzprobleme ist es hoch regulierungsbedürftig. Der Autor analysiert die Hintergründe der Suche in beiden Ländern unter technischen, kulturellen, sozialen, politischen und psychologischen Aspekten. Er untersucht und beantwortet rechtsvergleichend und detailliert alle diesbezüglichen Rechtsfragen einschließlich Providerhaftung, Anonymität und Pseudonymität, Auskunftsanspruch auf Anmeldedaten von Nutzern, Notice and take down sowie Störerhaftung.
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§ 1. Menschenfleischsuche als ein soziales Phänomen

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← 2 | 3 → § 1Menschenfleischsuche als ein soziales Phänomen

I.Die originale Bedeutung der Menschenfleischsuche in China

Google und Bing sind die üblichen Suchmaschinen im Internet. Die Suche durch solche Suchmaschine erfolgt durch Eingabe von Schlagwörtern. Hinter solcher Suche stehen komplizierte Algorithmen, Computersprachen und andere IT-Methoden. Die Suchergebnisse sind ein Ergebnis der Dialoge zwischen Personen und Computer.

Menschenfleischsuche wird durch „Menschenfleischsuchmaschine“ verwirklicht. Der Begriff von Menschenfleischsuchmaschine hebt erst die Wörter „Menschen“ und „Suchmaschine“ hervor. Eine Menschenfleischsuchmaschine funktioniert prinzipiell wie die oben genannten Suchmaschinen im Internet. Aber diese Suche wird nicht durch Algorithmen oder IT-Methoden sondern durch Menschen verwirklicht. Wenn ein Internetnutzer ein Problem hat, stellt er zur Lösung dieses Problems eine Frage ins Internet. Diese Frage wird von anderen Internetnutzern beantwortet. Das bedeutet, dass die anderen Internetnutzer die Rolle der Suchmaschine spielen. Die gefundenen Suchergebnisse sind dann ein Ergebnis der Dialoge zwischen einzelnen Personen und mehreren Personen. Das Internet selbst stellt nur die Plattform für diese Dialoge dar. Der Suchprozess durch Menschenfleischsuchmaschinen wird als Menschenfleischsuche bezeichnet.

Menschenfleischsuchmaschine bedeutet tatsächlich „Menschen als Suchmaschine“. Das Wort „Menschenfleisch“ zeigt den mit Fleisch und Blut gebauten Körper eines Menschen. Das Wort benutzt man, um mit der Suche durch aus Metall gebaute Maschine zu unterscheiden. Übrigens zeigt das Wort „Menschenfleisch“ auch die blutige Seite der Menschenfleischsuche. Dies wird nachher erklärt.

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