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Die steuerliche Behandlung von Windenergieanlagen

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Karoline Schwarz

Die Autorin untersucht, ob das deutsche Steuerrecht dem Ausbau der Windenergienutzung und damit der Energiewende Rechnung trägt. In Zeiten von Energiewende und der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien ist eine Auseinandersetzung mit der Besteuerung von Windenergieanlagen unerlässlich. Gerade im Offshore-Bereich sind gewichtige Fragen im Hinblick auf das deutsche und internationale Steuerrecht noch ungeklärt. Die Autorin betrachtet in diesem Zusammenhang Einkommen-, Bilanz- und Gewerbesteuer sowie das Umsatzsteuerrecht und das Internationale Steuerrecht. Auch eine mögliche Windradsteuer und spezifische Steuervergünstigungen werden von ihr in Betracht gezogen.
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4. Teil: Verkehrsteuern

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Wurde bisher die steuerliche Behandlung einer Windenergieanlage unter dem Anknüpfungspunkt des Ertrages untersucht, soll nun die Besteuerung von im Zusammenhang mit der Windenergieanlage ausgeführten Leistungen in den Fokus gerückt werden. Diese Leistungen können der Umsatzsteuer unterliegen.

Eingangsleistungen sind Leistungen, die für das Unternehmen eines Unternehmers erbracht werden.1092 Der Steuerpflichtige kann für Eingangsumsätze den Vorsteuerabzug geltend machen, wenn ein direkter und unmittelbarer Zusammenhang zu den Ausgangsumsätzen, welche das Recht auf den Vorsteuerabzug eröffnen, besteht.1093

In der Bauphase einer Windenergieanlage werden Komponenten, Bauteile und Baumaterial angeliefert, verarbeitet und montiert. Im Vorfeld erfolgte die Planung und die Konzeption sowie die Vermessung der entsprechenden Flächen für die Anlage. Ist die Windenergieanlage errichtet und in Betrieb, muss regelmäßig eine Wartung erfolgen sowie anfallende Reparaturen müssen durchgeführt werden. Bereits in diesem Stadium wird deutlich, dass der Bau und der Betrieb der Windenergieanlage eine Fülle von Leistungen erfordern. Im Folgenden werden diese Vorgänge als Lieferung oder sonstige Leistung qualifiziert, jeweils die Konsequenzen hinsichtlich der Ortsbestimmung aufgezeigt und schließlich die Frage nach der Umsatzsteuerbarkeit der Eingangsleistungen beantwortet.

Gemäß § 1 Abs. 1 Nr. 1 UStG sind Lieferungen und sonstige Leistungen, die ein Unternehmer im Inland gegen Entgelt im Rahmen seines Unternehmens ausführt, umsatzsteuerbar. Wer Unternehmer ist, ist in § 2 Abs. 1 S. 1 UStG ← 231 | 232 → legaldefiniert. Die Unternehmereigenschaft erfordert, dass eine gewerbliche oder berufliche Tätigkeit selbstständig ausgeübt wird. Unternehmer können...

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