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Der Boxeraufstand in China 1900/1901 als deutscher und französischer Erinnerungsort

Ein Vergleich anhand ausgewählter Quellengruppen

Jean-Jacques Wendorff

Der Autor untersucht die zeitgenössische und die diachrone Wahrnehmung des Erinnerungsorts «Boxeraufstand in China» in zwei europäischen Ländern. Dieses spezielle Ereignis hatte vielfältige soziale Folgen für ein außereuropäisches Land. Einerseits präsentiert das Buch einen klassischen geschichtswissenschaftlichen Vergleich zwischen den vermeintlich ähnlichen Erinnerungsorten zweier Länder. Andererseits bietet es einen innovativen Vergleich, der eine außereuropäische Dimension beinhaltet. Der Autor arbeitet heraus, dass die Ereignisse in Frankreich vornehmlich als kolonialgeschichtliche Episode aufgearbeitet werden. In Deutschland dagegen sind sie bis heute Sinnbild des Militarismus im wilhelminischen Kaiserreich.
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3.1. Ergebnisse des Vergleichs der Anzahl der Veröffentlichungen und Filme

Es gab rund ein Drittel mehr deutsche Veröffentlichungen von Primärquellen mit Bezug zum Boxeraufstand als französische. Bei der Anzahl der veröffentlichten Sekundärliteratur und Belletristik sieht es ähnlich aus:

Doppelt so viele veröffentlichte Sekundärquellen erschienen in Deutschland im Vergleich zu Frankreich. Das Sujet „Boxeraufstand in China“ in all seinen wissenschaftlichen Facetten erweckte und erweckt also bei deutschen Forschern größeres Interesse als bei ihren französischen Kollegen.

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